LOHASHOTELS

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Wenn Reichtum verpflichtet oder auch nicht

Ja es ist ein verwegener Gedanke, zugegeben...


Oft kann ich mir die Nachrichten gar nicht komplett anschauen. Es sind die täglichen Katastrophen, die mich fast nicht mehr schlafen lassen. Die alleinerziehende Mutter, die bei Schnee, Wind und Wetter schon morgens in dunkler Nacht im Winter raus muss, um den Tag an der Kasse eines Supermarktes zu arbeiten. Oder  Reinigungskraft in einer Schinderkolonne zum Mindestlohn. Oder als "Zimmermädchen"  in den dekadent teuersten Hotels, wo im Akkord die Hinterlassenschaften der Gäste weggeräumt werden müssen.


Jugendämter, die Kinder vernachlässigen (genau so meine ich das, ich habe mich nicht verschrieben!) und nicht  rechtzeitig eingreifen. Auch hier Totalversagen!


Von weltweiten Katastrophen wie Überflutungen und Erdbeben, verhungernden Kindern im Jemen (wer diese Bilder ohne Herzschmerz und Tränen ertragen kann, der ist kein Mensch) und Somalia.


Von ertrinkenden Kriegsflüchtlingen im Mittelmeer. Von an Krebs erkrankten Kindern (nicht weit von hier gibt es eine Palliativstation für Kinder) und Müttern.


Von Oberärzten, die davon berichten, dass Kinder auf ihren Stationen nur deshalb sterben, weil die Pflegekräfte fehlen!


In welcher verdammungswürdigen Welt leben wir eigentlich und die, die ihre Arme verschränken. Wo sind die Superreichen, die hier helfen könnten, wo der Staat wieder einmal versagt!


Wie können Superreiche ruhige schlafen in dieser Welt?


Ich frage mich immer, wie halten eigentlich die Superreichen Deutschlands, die vielfachen Millionären und Milliardären das eigentlich aus. Wie kann man ruhig schlafen, wenn man helfen könnte und es doch nicht großzügig tut? Menschen die helfen könnten, sich aber oft wenn überhaupt, dann lieber als Mäzene in Museen und Happenings engagieren und sich manchmal dafür feiern lassen?  


Trotz offensichtlicher Anstrengungen, gelingt es dabei den wenigsten, den Wirkungs- und Bekanntheitsgrad der Familie Medici zu erreichen und deren Einfluss auf eine Zeitepoche zu erreichen.


Bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass es ganz normale Menschen waren, die mit einem unglaublichen Engagement, Empathie, Liebe und Hilfestellung geholfen haben die vielen Flüchtlinge, die damals auf süddeutschen Bahnhöfen ankamen zu versorgen und so zur Bewältigung der Ausnahmesituation da beizutragen, wo die Behörden versagt haben.


Gerne zitiere ich hier Berthold Brecht: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral!" Oder besser die Balade aus der Dreigroschenoper über die Frage: Wovon lebt der Mensch? Deutlicher  und unmißverständlicher in der englischen Übersetzung "What keeps mankind alive?"






Passend hier auch zwei Buchempfehlungen, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe:


• Soziales Engagement von Unternehmen von Dr. Isabel Matthes und

• Unternehmen im öffentlichen Raum - zwischen Markt und Mitverantwortung


Menschen, die mehr als ein Zeichen setzen


Dazu gehört auch und vor allen Dingen