LOHASHOTELS

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Statt Entschleunigung haben uns die elektronischen Medien eher eine Beschleunigung beschert. Nur noch selten hat man das Empfinden nicht mehr zu agieren, sondern nur noch reagieren zu können, sich auf Bedingungen die sich ständig ändern, stetig und flexibel einstellen zu müssen.


Wie Arbeitsplätze künftig ausschauen


Auch das Bild der Arbeitsplätze ändert sich stetig. Ein gutes Beispiel sind zwei gegenläufige Trends: Während Marissa Mayer das Arbeiten der Mitarbeiter von zu Hause aus  abgeschafft hat, ist die Daimler AG mit  dem Einsatz von  fast 200.000 „Heim-Mitarbeitern“, und das bereit seit den 80gern, sehr zufrieden. Und auch Microsoft hat erst dieser Tage beschlossen, einzelne Filialen und Büros in Deutschland zu schließen, und die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen.


Argumente für das Home-Office und  dagegen


Beides hat Vorteile hat Nachteile. Als Ausgangspunkt kann man die Aussage von Frau Meyer nehmen, warum sie zu diesem Entschluss gekommen ist: „Bei Yahoo zu sein, das ist nicht nur ein Job, den man von Tag zu Tag erledigt. Es geht um eine Zusammenarbeit, die nur in unseren Büros möglich ist.“  In einem anderen Interview äußerte Sie sich wie folgt: „"Einige der besten Entscheidungen und Erkenntnisse erwachsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria" ..."Geschwindigkeit und Qualität leiden oftmals, wenn wir von Zuhause aus arbeiten. Wir müssen ein Yahoo sein, und das fängt damit an, dass wir physisch zusammen sind."  Dass dies nicht die Lösung aller Probleme bei Yahoo waren, wissen wir inzwischen.


Wir arbeiten im Schnitt  1/3 des Tages, ein Drittel des Tages verbringen wir mit Menschen, die wir nicht mögen müssen oder die uns nicht mögen. Mobbing steht oft an  der Tagesordnung, und in den meisten „Zweckgemeinschaften“ ist es ratsam, mit dem Rücken an der Wand zu arbeiten. Eine Kaffeepause mit einem ungezwungenen Gespräch kann manchmal weitreichende Folgen haben wenn man zwischen die Zeilen des "Flurfunks" gerät.  Viele Mitarbeiter sind sehr oft nicht zu erreichen, weil sie sich mal wieder in irgendeinem Meeting befinden.


Überwiegen die Vorteile von Homework?


Die Vorteile des Arbeitens von zu Hause aus sind liegen auf der Hand. Man muss nicht bei jedem Sauwetter raus, man spart Bekleidung, die für Büromenschen eh nicht von der Steuer absetzbar sind.  Das größte Plus für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Die nervenzehrende Anfahrt fällt weg. Nicht jeder hat einen kurzen Anfahrtsweg. Wer morgens über den Kölner Ring zur Arbeit muss, der kommt bereits "geschafft" auf seinem Arbeitsplatz an.  


Schwierige Wetterbedingungen wie Dunkelheit, Glatteis oder Starkregen lassen selbst normalerweise mühelose Strecken zu einer anstrengenden Tortur werden. Der Arbeitnehmer spart Benzin, die Laufleistung seines Fahrzeuges verschlechtert sich nicht durch die Bürofahrten und gut für die Umwelt ist der Home-Office Platz auch noch.


Größtes Argument ist natürlich dass das Familienleben um so einiges einfacher werden kann, weil organisatorisch oft viel weniger Aufwand zu betreiben ist, da Arbeitsabläufe einfacher und harmonischer gestaltet werden können.


Existenzangst fressen Seele auf


Ein anderer Aspekt, der ihr Recht zu geben scheint, sind die Ängste, die viele Mitarbeiter äußern, wenn sie gefragt werden, ob sie gerne von zu Hause aus arbeiten würden. Man muss es mögen. Man muss dafür geschaffen sein. Die Gegenargumente:  


• Freizeit und Beruf sind gleitende und lassen sich kaum voneinander trennen. Es gibt Untersuchungen, die besagen, dass Homeworker oft mehr zu Hause arbeiten als im Büro.


• Ruhezeiten und Familienleben kommen zu kurz


• Burnoutgefahr


• Das soziale Umfeld der Kollegen fällt weg. Gute Beziehungen zu Kollegen erleichtern of einen informellen Austausch von Informationen oder die Abwicklung von Interna. Hat der Mitarbeiter nie im Unternehmen selbst gearbeitet fällt diese nützliche Komponente weg.



Vodafone schafft das Chefbüro ab


Der neue Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter,  will weg von der strengen Präsenzkultur im Büroalltag. Er selbst habe kein festes Chefbüro mehr.„Jeder unserer Mitarbeiter kann bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit außerhalb des Büros verbringen.“ Darauf habe der Angestellte einen festen Anspruch, er müsse sich nur abstimmen mit dem Vorgesetzten. Kontrolliert werde seine Arbeitszeit nicht: „Das ist eine Sache des Vertrauens“, betont Ametsreiter.   Vodafone schafft das Chefbüro ab  (FAZ)


Als Resümee aus meinen Ausführung


Der neue Yahoo-Weg kann der richtige Weg gewesen sein für Yahoo. Doch es ist immer ein Experiment, einen Weg wieder einzuschlagen, der auch einen Rückschritt bedeuten kann. Wer blickt in die Seele der Mitarbeiter, die die Freiheit aufgeben mussten, ihren Arbeitsplatz sich selbst aussuchen zu können. Darüber spricht niemand. Und es gibt Gründe, warum Daimler und Microsoft (gut beim Zweiten bin ich mir nicht so sicher...)  verstärkt in die gegenseitige Richtung tendieren, „Pro Arbeitsplatz zu Hause“.   Wir werden sehen. (7.8.2013)


Im Home-Office arbeiten schafft Mitarbeiterzufriedenheit