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Vor ein paar Jahren bin ich erstmals auf das Problem Mikroplastik aufmerksam geworden, als ich mir auf einer neuen Zahnpastatube die Inhaltsstoffe ansah und staunte nicht schlecht  als ich da Mikroplastik fand. Horrorvorstellung Mikroplastik nicht nur im Mund zu haben, sondern zumindest kleine Mengen davon - und das war mir schon zuviel - dann doch runterzuschlucken und somit im Organismus zu haben.


Inzwischen sind einige Jahre vergangen. Der Verbraucher wird durch die Medien geradezu und fast täglich sensiblisiert zur Negativ-Thematik Mikroplastik. Dies nicht nur in Bezug auf die direkte Aufnahme von Mikroplastiv durch Zahnpasta, Lippenstifte, etc.   sondern auch der Umstand, dass die ungehemmte Verwendung von Plastik - überall und bei jeder Gelegenheit -  zu einer Verschmutzung der Meere führt  (Siehe PDF zum Download " BFR: Quellen für Acrylamid in Kosmetika"


Zugegeben, die höchste Belastung durch Mikroplastik kommt durch die Verwendung von Plastikflaschen und Einkaufstüten und deren mangelhafte Wiederverwertung oder der illegalen Entsorgung  dieser im Meerzustande. Fische und Schildkröten  halten herumschwimmende Plastikfetzen für Quallen und verenden daran jämmerlich.  für  Doch auch die Kosmetikindustrie trägt dazu ihren Teil bei.


Die kleinen Plastikkügelchen aus Körperpeelings wandern in den Abfluss und können oft in den Klärwerken nicht zurückgehalten werden und gelangen über den Fluss ins Meer. Fische fressen die kleinen Teile, vielleicht weill sie es für Plankton halten. Diese Fische landen dann wieder auf unserem Teller und damit das Mikroplastik. Gut für diejenigen, die keinen Fisch mögen. Ein beeindruckenes Facebook Video hier von Verge-Science, wie Meerestiere die Mikro-Kunststoffteile in ihren Organismus aufnehmen.



Definition primäres und sekundäres Mikroplastik


Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere bezeichnet,die kleiner als 5 Millimeter sind. Mikroplastik zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen.  Studien verweisen auf Gewewbeveränderungen bzw. Entzündungsreaktionen in Meerestieren und letztendlich am Ende der Futterkette auch im menschlichen Körper.


• Als primäres Mikroplastik


werden sogenannte Kunststoffpellets bezeichnet, die von der Industrie zur Weiterverarbeitung hergestellt werden. Feines Plastikgranulat und flüssiges Plastik findet Anwendung in der Kosmetikproduktion. Zu finden sind sie beispielsweise in Peelings oder als Massageperlen in Duschgels, aber zum Beispiel in flüssiger Form auch als Bindemittel. Derzeit können die Klärwerke die kleinen Partikel nicht ausreichend aus dem Abwasser herausfiltern. Das Mikroplastik aus den Haushalten gelangt ungehindert in Umwelt und Gewässer.


• Sekundäres Mikroplastik


entsteht wiederum beim Zerfall größerer Kunststoffteile durch die Einwirkung von Sonne, Wind und Wellen. Das größere Plastik zerfällt in seine Ursprungsform, in Plastikpellets, zurück. Quelle: BUND- Wie kommt Mikroplastik in die Umwelt?



In welchen Kosmetikprodukten kann man Mikroplastik finden?


Primäre Mikroplastik findet man in vielen Pflegeprodukten. Sehr oft wird Mikroplastik auch in mechanisch wirkenden Peelings (die Schleifkörperchen) verwendet. Meist ist der Inhaltsstoffe Mikroplastik gar nicht so leicht zu identifizieren. Vorsicht, wenn auf Shampoo oder Conditioner „silikonfrei“ in großen Buchstaben steht. Da hat die Industrie den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben, indem verschiedene Formenvon Mikroplastik statt Silikonöl den kosmetischen Produkten beigefügt werden, um die Haaroberfläche zu glätten und somit eine bessere Kämmbarkeit zu erreichen.


Primäre Mikroplastik zur Kostenersparung


Für die Kosmetik-Industrie ein gefundenes Fressen, weil diese Stoffe, hier denke ich insbesondere an Polyquaternium-10 und Polyquatemium-7 (Mikroplastik) oft in Verbindung mit Acrylamid, nur 1/10 kostet, was sie, die Industrie für Silikonöl ausgeben muss und ihre Produkte dann doch verbrauchertäuschend als „silikonfrei“ zu deklarieren. Einfach nur schändlich! Selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung hat Bedenken wegen der Verwendung eben dieser  Mikorplastik-Stoffe.


Sekundäre Mikroplastik in unserer Umwelt


Mikroplastik ist menschengemacht, wie die Ursachen für den Klimawandel. Inzwischen wissen wir, dass Mikroplastik nicht nur in unserem Haushalt, ja auf unserer Haut und in unserem Körper schädliche Auswirkungen haben kann. Es ist allgemein und dank der Medien bekannt, dass nicht mehr verwendete Dinge aus Kunststoff ein riesiges Problem darstellen.

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Nicht nur, dass Kunststoffe zumeist hunderte Jahre brauchen um zu verrotten. Deshalb wird Mikroplastik - fast ohne Ausnahme - verbrandt, um überhaupt noch Herr der Lage über unsere Müllberge zu werden.  Zumindest hat Plastik, aufgrund seiner Herkunft, nämlich Erdöl, einen eigenen Energiewert und dienst somit als "Brennstoff." Auf den Schornsteinen der Verbrennungsanlagen sitzen Filter, doch die müssen dann auch irgendwie, irgendwann entsorgt werden. Großes Schulterzucken.


Dazu einige profunde Informationen aus einem Artikel der Wirtschaftswoche: "Alleine in Deutschland fallen jedes Jahr mehr als 6 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Damit hat sich die Abfallmenge zwischen 1994 und 2015 sogar noch verdoppelt. Trotz aller Bemühungen und Initiativen: Die Kurve geht steil nach oben. Daran konnten weder der Grüne Punkt noch der Verzicht des Handels auf Plastiktüten viel ändern.


Nur ein Prozent des Abfallaufkommens in Deutschland landet auf Deponien. Das heißt jedoch nicht, dass alles recycelt wird. Mit 61 Prozent wird Großteil des Plastikmülls in Deutschland zur Energiegewinnung verbrannt. Nur aus 38 Prozent entstehen neue Produkte.“  Kunststoff : Das Märchen vom Recycling-Meister Deutschland



Mikroplastik findet den Weg zurück zum Verbraucher


Rätseln kann man über die Entstehung von riesigen Ansammlungen von Plastikmüll in den Ozeanen, die teilweise bereits die Größenordnung eines Bundeslandes erreicht haben. Über Jahrzehnte wird dieses Plastik durch Strömung und Wellengang - wie in einer riesigen Waschmaschine  - gegeneinander gerieben und gemahlen, zersetzt sich so langsam,  zu winzigem Plastik, eben Mikroplastik.


Fische und Schildkröten, zu deren bevorzugten Nahrungsquellen Quallen gehören, ersticken an den Plastiktüten, weil sie diese mit den Quallen verwechseln. Andere Fische fressen die Mikroplastikteilchen und gelangen so zurück auf unseren Tisch und in unseren Körper.  Und nicht nur das. Das Mikroplastik, das haben amerikanische Forscher herausgefunden, durchdringen die Magenwand der Fische und verursachen Entzündungen im Gewebe der Fische, die wir dann eben essen!


Warum man Mikroplastik vermeiden kann und auch muss


Hinzu zu diesem riesigen Pool aus Mikroplastik kommen eben noch jene Partikel dazu, die absichtlich (!) produziert werden um dann, dank Formulierungen der Kosmetikindustrie, in unseren kosmetischen Pflegeprodukten Verwendung finden.


Man wäscht ja alles wieder runter, so gelangt Mikroplastik in die Kanalisation und da Kläranlagen nicht immer in der Lage sind, diese aus den Abwässern herauszufiltern, findet man Mikroplastik aus kosmetischen Produkten (und anderem Ursprung), in den Flüssen und letztendlich ebenfalls in den Meeren unserem Planeten. Aber nicht nur da. Bauern entnehmen aus den Flüssen das Wasser zur Bewässerung ihrer Felder. Pflanzen können Mikroplastik aufnehmen.


„Wenn es um die Verschmutzung der Meere geht, gibt es viel größere Probleme. Mikro- plastik, das auch in Pflegeprodukten enthalten ist" Quelle: Wirtschaftswoche: Warum das neue Plastik-Verbot nichts nutzen wird.


So hat Mikroplastik das deutsche Reinheitsgebot des Bieres unterminiert, da im Bier dieser Stoff neben Hopfen, Malz, Hefe und Wasser inzwischen ebenfalls - wenn auch ungewollt - zu den Bestandteilen gehört.


Schweden verbietet Mikroplastik


Schweden verbietet seit 2018 den Verkauf von Mikroplastik in allen kosmetischen Produkten. Betroffen sind abwaschbare Kosmetika, bei denen die Partikel nach dem Gebrauch über Haushaltswässer in die Kanalisation und das Oberflächengewässer gelangen, wie Zahnpasta, Gesichts- und Körperpeeling, Duschgel und Shampoo


Keine Kosmetikprodukte mit Mikroplastik verwenden


An die Wiederverwendung von Plastiktüten im Supermarkt oder deren Vermeidung durch eine schicke Einkaufstasche, die man unkritisch und praktischer Weise mitnimmt, daran haben wir uns schon gewöhnt. Verwenden Sie nur immer dann zu Hause  Behältnisse aus Kunststoff, wenn diese leicht verrottbar sind oder nicht durch Behältnisse aus anderen Materialien wie Glas, Porzellan oder Holz ersetzt werden können.


Bei Kosmetikprodukten wie Shower Gels, Shampoo und Bodylotion sollte man auf „große Gebinde“ achten. Viele Kosmetik- und Pflegeprodukte Hersteller, selbst die luxuriösesten, bieten nämlich ihr Shampoos, Duschgels und Bodylotions in 300, 500, 750 oder 1 Liter großen Flaschen, bequemerweise mit  Pumpspendern / Dispenser an. In gut  sortierten Bioläden kann man sich Shampoo, Duschgel und Bodylotion aus großen Kanistern wieder auffüllen lassen.


Schauen Sie beim Einkauf von Pflegeprodukten oder vor der Verwendung von Hotelkosmetik Produkten in Ihrem Hotelbad auf die Inhaltsstoffe. Hier sollten weder Mikroplastik noch Acrylamid Verwendung finden. Verwenden Sie diese Produkte besser nicht und nehmen Sie diese auch nicht mit nach Hause.


Der BUND Einkaufsratgeber „Mikroplastik - die unsichtbare Gefahr “ gibt Ihnen Auskunft darüber, in welchen Kosmetikprodukte, darunter auch Hotelkosmetik Pflegeprodukte, in denen sich Mikroplastik versteckt.


Nicht nur der Umwelt zu Liebe, sondern sich selbst zur Liebe. Inzwischen weiß man,  dass Mikroplastik nicht nur im Abfluss verschwindet, als ob das nicht schon schlimm genug ist, man kontaminiert auch noch sämtliche Gegenstände, mit denen die Haut in Berührung kommt oder angefasst wird. wie Handtücher, Möbel ja sogar Besteck und Geschirr.


Hier einige Bezeichnungen bei denen Sie darauf achten sollten:



• Polyquaternium-10,

• Polyquatemium-7

Polyethylen  

• Polypropylen

• Polyethylenterephthalat

• Nylon-12

• Nylon-6

• Polyurethan

•  Acrylates Copolymer

• Acrylates Crosspolymer

•Polyacrylate

•Polymethylmethacrylat

• Polystyren








Mikroplastik in Hotelkosmetik / Kosmetik Pflegeprodukten