LOHASHOTELS

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Seit 2001 ist Frau Dr. von Kretschmann Gesellschafterin der  „Der Europäische Hof Hotel Europa und Europäischer Hof Fritz Gabler GmbH & Co KG, Heidelberg.“ Was jedoch mitnichten hieß, dass sie im „elterlichen Betrieb“ - zu diesem Zeitpunkt bereits - mitarbeitete.  Erst im Jahre 2010 ging sie mit dem familienbetriebenen Fünf Sterne Superior Hotel „bedacht auf Tuchfühlung.“ Sie arbeitete sich tageweise, ähnlich eines Unternehmens- beraters in die operativen Prozesse der Hotellerie im Allgemeinen und die Unternehmens- strukturen des Europäischen Hof im Speziellen ein.


Soziale Nachhaltigkeit - Social Sustainability


Bei meiner Recherche kristallisierte sich, neben dem operativen Geschäft, auch immer wieder heraus, dass Mitarbeiterführung, Mitarbeiter Coaching und Mitarbeiterbeziehung,  eine Herzensangelegenheit von Frau Dr. von Kretschmann sind und - darüber hinaus -  schon immer Teil des genetischen Codes des "Europäischen Hof" in Heidelberg waren.


150 Mitarbeiter, davon 40 Auszubildende, 40 festangestellten Mitarbeiter sind mehr als 10 Jahre im Unternehmen, 10 Mitarbeiter mehr als 25 Jahre und fünf sogar mehr als 40 Jahre.


Wer die die Hotellerie kennt, der weiß, dass dies in der Hospitality Branche eine Ausnahme- erscheinung ist. Der Europäische Hof hat 100 Einzel- und Doppelzimmer, 14 Juniorsuiten, mehrere Appartments, eine Penthouse-Suite, mehrere Restaurants und 10 Veranstaltungs- räume. Mit ihnen erwirtschaftet das Unternehmen ca 10 Millionen Euro pro Jahr.



Familienmitglieder, Kollegen, Mitarbeiter, Team


In keinem der Interviews habe ich jemals das Wort „Personal“ gehört oder gelesen, statt dessen heißt es, dass im Europäischen Hof nicht nur diejenigen als Familienmitglieder gelten, die den Namen Kretschmann führen, sondern eben alle im Hotel tätigen Menschen (ebenfalls ein Begriff der geläufig fällt). Die Begriffe Team und Mitarbeiter sind ebenfalls geläufig im Vokabular des Unternehmens von Kretschmann. Wie schon gesagt, niemals das „Unwort“ Personal (In Fürstenhäuser traditionell geläufig, da ist er auch ein Synonym für Untergebene ist). Wenn Frau Dr. von Kretschmann in anderen Hotels nächtigt, dann spricht sie von Kolleginnen und Kollegen. Welch feiner Zug.


Respekt, Frau Dr. von Kretschmann!


„Meine Kernaufgabe verstehe ich in der Führung des Unternehmens. das mache ich auch sehr gerne.Und in meinem Verständnis habe ich diese Aufgabe dann erfolgreich erfüllt, wenn ich es geschafft habe, an jeder stelle einen Kollegen zu haben, der es in seiner bestimmten Rolle und in seiner speziellen Aufgabe „besser weiß“ als ich. Und wenn wir als Team gut zusammenarbeiten. Wir spielen hier nämlich ein Mannschaftsspiel, das sehr auf Vertrauen basiert.


"Wir haben uns mit einigen Tophotels Deutschlands zu der Initiative ´Fair Job Hotels´ zusammen geschlossen, um dem Problem besser und gezielter zu begegnen, indem wir uns u.a. zu einem fairen Umgang mit unseren Mitarbeitern, zu einer angemessenen Bezahlung über dem Mindestlohn, einer ständigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen, zur beruflichen Förderung und zum Angebot von selbstverantwortlichem Handeln verpflichten."



Der hybride Hotelgast


Sehr interessant ein anderes Thema, welches bei diesem Interview zur Sprache kam und welches ich - sagen wir eben als Hotelgast und nicht als Interner der Hotellerie - am eigenen Leib, des Öfteren im Jahr erlebe. Für eines der Unternehmen, für welche ich tätig bin, gehöre ich auch zum Messeteam. Unsere Messecrew reist "im Pulk" an, wir sind alle im gleichen Hotel eingecheckt, da wir nach Messeschluss und einem kurzen Frischmachen im Hotel, gemeinsam das Abendessen in einem Restaurant einnehmen.


Wer als Mitarbeiter weiß, wie ausgebucht Hotels zu Messezeiten sind (und ganz nebenbei, es inzwischen Usus ist 200 - 300 % Aufschlag für ein Hotelzimmer zu diesen Zeiten zu nehmen), der ist dankbar, überhaupt ein Zimmer zu bekommen. Unsere Chefs checken - selbstverständlich - mit uns ein. Alle im gleichen Boot, alle im gleichen Team. Die gemeinsame Teilnahmen an Messen sind nicht nur eine Vertriebs- und Marketing-Notwendigkeit. Sie dienen auch der "Sozialhygiene" im Unternehmen, ungeachtet einer Hierarchie. Insbesondere, wenn man nicht täglich im Büro ist.


Meiner Theorie nach, und die lässt sich durch den folgenden Gedankengang stützen, sollten auch die sogenannten Businesshotels damit beginnen, sich nicht auf ein "tiefes Dienstleistungsniveau"herunter zu definieren (Wir bieten ein Bett und ein Frühstück, basta), sondern sich ihre Gäste ganz genau ansehen.


In Zeiten von Internetpräsenz, Webseiten, Social Media und Hausmessen: Der finanzielle Aufwand für einen Messeauftritt verursascht horrende Kosten. Passt die Hotellerie hier nicht auf und sieht den Gast nicht mehr im Focus ihres Handelns, ist eine Trendwende im Bereich des Möglichen: Die "zwangsbedingte Vollauslastung" während Messezeiten könnte  ein Traumzustand der Vergangenheit sein.


Der Businessgast erwartet mehr als das Mindestmaß an Qualität, zumal dieser oft nicht in einer einzigen Hotelkategorie nächtigt. Vom größten Mitbewerber Airbnb mal erst gar nicht gesprochen.


Den Begriff des hybriden Gastes (ich fand zu diesem Terminus via Suchmaschine keine eindeutige Definition) hat Frau Dr. Caroline von Kretschmann im Interview wie folgt definiert:


"Es gibt den hybriden Gast, der auch gerne mal unter der Woche in einem Budgethotel für 69 € oder über Airbnb übernachtet. Und am Wochenende geht er in die Ferienhotellerie im 5 Sterne Hotel Superior Bereich. Der Hotelgast ist nicht mehr 1:1 zuzuordnen. Dem müssen wir uns stellen."


"Europäischer Hof Heidelberg, eine Familiengeschichte:


Frau Dr. Caroline von Kretschmann - Europäischer Hof in Heidelberg

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Frau Dr. Caroline von Kretschmann ist seit Ende 2012 / Anfang 2013  geschäftsführende Gesellschafterin des Europäischen Hof Heidelberg. Eine Position die sie sich mit ihrer Mutter Sylvia von Kretschmann teilt. Ihr Vater,  Ernst-Friedrich von Kretschmann  hat sich auf die Geschäftsführung der Immobilien Besitzgesellschaft fokussiert.


Abitur und einer Lehre zur Bankkauffrau. Darauf folgte Studium und Promotion in  Betriebswirtschaft an der Hochschule in St. Gallen. Beim Beratungsunternehmen Bossard Consultants / Gemini Consulting GmbH war Frau Dr. Caroline von Kretschmann als Projektmanager bis zum Jahr 1998 tätig, bevor Sie dann das Unternehmen "Metropolitan Consulting Group GmbH" in Berlin gründete. 2010 folgte  dann "Due Consultants."  


Hier ist sie weiterhin bis heute aktiv und tätig.