LOHASHOTELS

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Mamma Lina - Italienisches Spitzenrestaurant in Baden-Baden

Bevor ich mich zu dem Besuch des italienischen Restaurants in Baden-Baden entschieden hatte, hatte ich mir erst einmal  - und so macht man das ja heutzutage - auf den entsprechenden Bewertungsportalen, die Kritiken angeschaut. Großartige Bewertungen, sehr schöne authentische Bilder, die die gastfreundliche und ja , fast heimelige Atmosphäre des Restaurant Mamma Lina, dokumentieren.


Nun, an den Besuch des italienischen Restaurants Mamma Lina in Baden-Baden, denke ich mit gemischten Gefühlen zurück.  Dies begann schon beim Betreten.  Brav warteten wir am Schild "Please wait to be seated" , dann wurden wir zum wohl schlechtesten Platz geleitet, obwohl wir einige Tage reserviert hatten, den das Restaurant zu bieten hatte, praktisch einen Meter direkt von genanntem Schild entfernt, somit in der "direkten Einflugschneise" der weiteren Neuankömmlinge, die diesen Abend das italienische Restaurant besuchen wollten. Nachdem wir kund taten, dass uns dieser Tisch nicht zusagt, wurde uns ein anderer Tisch dann angeboten,  wenn dieser auch für 3 Personen doch recht klein war, aber besser als den Abend, ähnlich wie im Flugzeug auf einen "Platz am Gang" zu verbringen.


Bei der Weinauswahl entschieden wir uns für einen offenen Rotwein Chianti Classico, der - so versicherte man uns - aus einer 1 1/2 Liter Flasche, in der bekanntlich gute Weine besonders gut ausreifen,  serviert. Dieser, das konnten wir nur bestätigen war von hervorragender Qualität. Was uns weniger gut gefiel, und gar nicht im Sinne der "Lohas" ist, war das Mineralwasser, es wurde  zwar in hübschen dunkelblauen Flaschen serviert, war vermutlich Acqua Morelli, heißt also, es wurde aus Italien nach Deutschland über die Alpen "gekarrt.


Die Vorspeise war äußerst lecker: "Burrata di Bufaola", italienische Büffel Mozzarella und der berühmte, sehr schmackhafte San Diele Crudo (roher) Schinken. Dann hatten wir uns für eine Pizza entschieden, und  zwar mit Kapern, Sardellen, Thunfisch, Oliven und Zwiebeln belegt, was sich als großer Fehler erwiesen hatte.  Diese Pizzen waren richtig groß, zu groß, eine halb so große hätte durch weg  gereicht und vielleicht nebst einem frischen Blattsalat serviert, was der heutigen Ernährungsweise sicher zuträglicher gewesen wäre. Die Pizzen waren auch wirklich handgeformt, sich durch einen millimeterdünnen, sukulenten Boden auszeichnend. Doch der Belag war sehr, sehr salzig, was nicht zuletzt an den Sardellen lag. Etwas was nicht einmal einem Hobbykoch passieren durfte, "gelang" der Küche des Mamma Lina Restaurants:  Man hatte die Sardellen direkt aus der Konserve, ohne sie vorher ausreichend zu wässern und damit zu entsalzen auf der Pizza drapiert.  


Ursprünglich hatte ich vor, wie unser Tischnachbar, die "Linguini al Tartuffo" zu bestellen, bis ich auf der Speisekarte  den Hinweis las daß außer schwarzem Trüffel, Sahne  und Parmesankäse auch "Trüffelcreme" Verwendung fand. Da diese immer mit "natürlichen Aromen" aufgepeppt sind, habe ich dankend verzichtet.  Ein italienisches Spitzenrestaurant, wie das Mamma Lina sollte (Gott sei es gelobt, dass es kein oft verwendetes "Trüffelöl" war)  niemals sich dazu herablassen und einen solchen, um es noch wohlwollend auszudrücken "Geschmacks-Trick" anwenden, sondern wenn kalkulatorisch zu vernünftigen Preisen nicht möglich dann ganz auf Trüffelgerichte verzichten.  


Auf den Nachtisch hatten wir dann in Gänze verzichtet, weil die Pizza dann doch eine vollständige Sättigung (die Amerikaner verwenden dafür den burschikosen Ausdruck: "I am filled up")  herbeiführte und wir erst gar nicht auf den Gedanken eines Nachtisches kamen. Schade eigentlich.


Wir werden das Mamma Lina ganz sicher wieder besuchen, doch beim nächsten Mal ganz sicher eines der Fleischgerichte auf der Karte wählen (die übrigens so eng beschrieben ist, dass es Personen mit "älterem Semester"  schwerfällt, im schummrigen Licht , die Gerichte mit italienischer Headline und deutscher  Erklärung, richtig zu würdigen wissen.  Denn wie im wahren Leben stirbt die Hoffnung meist zuletzt.