LOHASHOTELS

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Wie man aus meinem voran gegangenen Artikel weiß, bin ich ein 100 prozentiger Gegner von Mineralöl und dessen Derivate in kosmetischen Produkten. Da mag selbst  eine  der Königinnen des modernen Online Kosmetikversandes noch so oft darauf hinweisen, dass Mineralöl, wenn es einen hohen Reinheitsgrad aufweist, für die Haut nicht schädlich ist, weil es keine Allergien auslöst.  Mineralöl verstopft die Poren. Mineralöl macht die Haut auf Dauer trocken. Das Gegenteil dessen, was dem Verbraucher "verkauft" wird.


Das größte Übel: Mineralöle in Kosmetika


Und doch -  für den Verbraucher - wenn er denn überhaupt die Rückseite auf den Cremetuben und Kosmetikdosen liest und versteht, dass „Paraffinum Liquidum“ oder „Petrolatum“ oder „Vaseline“ nichts anderes sind als Mineralöl, welches aus Erdöl gewonnen wurde, ist es geradezu unheimlich sich eben sich einen Stoff mit diesem „unnatürlichen“ Ursprung (die Anführungszeichen für diejenigen, die denken Erdöl wäre pure Natur…) auf die Haut auftragen sollen und diesem Stoff auch noch zugestehen, dass das „Pflege“ ist  - da muss man schon hart gesotten, oder Lobbyist der Mineralöl Branche sein und hauptberuflich Heizöl oder Benzin verkaufen!


Immer wieder wird auch in der Pro-Mineralöl-Kosmetikbranche darauf hingewiesen, dass ja auch in Apothekerrezepturen von Heilsalben Mineralölprodukte oft der Hauptbestandteil sind. Nun, wenn ich von meinem Arzt ein Rezept für eine Salbenmixtur bekomme, frage ich bevor ich das Rezept abgebe die Apothekerin, ob man das Mineralöl, meist dann Petrolatum oder Paraffinum Liquidum (die Übersetzung aus dem lateinischen: „parum affinis, das heißt wenig verwandt’ - in dem Fall wenig verwandt mit der Natur…) nicht gegen ein natürliches Öl oder Wachs austauschen kann.

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Geht das nicht, weil zugestanden der Nachteil, den ich in der Verwendung von Mineralöl-Derivaten in der Kosmetik, nämlich dass Mineralöl, Paraffinum Liquidum, Petrolatum etc. die Haut praktisch fast hermetisch nach aussen hin abschließen, kann dieser Effekt in der Verwendung wie ein Verband, kurzfristig und auf einem kleinen Hautareal durchaus sinnvoll sein. Aber eben nur da! Kein Arzt käme auf die Idee einen Menschen von Kopf bis Fuß mit seiner Salbe einzuschmieren.


Mit einer Bodylotion tut man das aber! Kein Arzt würde zudem jahrein, jahraus, 365 Tage im Jahr, die Salbe from head to toe  anzuwenden. Mit einer Bodylotion tut man aber genau das!  ich fand aber eine weitere Anwendung, bei der ich in ärztlicher Obhut, den Einsatz von Mineralöl durchaus befürworte. Dazu möchte ich hier lediglich zu einem Artikel in der Deutschen Ärztezeitung verweisen: Haut im Reißverschluss: Mineralöl verhilft zur Freiheit.


Das zweitgrößte Übel: Silikon Öle in kosmetischen Pflegeprodukte


Silikone sind die neue "Zivilisationskrankheit" und wahrscheinliche eine neue "Umweltbelastung" . Dieser Vorwurf hängt damit zusammen, dass Silikone inzwischen in vielen kosmetischen Produkten vorkommen, in vielen Fällen sogar zu den Hauptbestandteilen gehören. ( Hier einige bekannte Bezeichnungen: Dimethicone, Polysiloxane, Cyclomethicone, Methicone, Dimethiconol, Stearyl Dimethicone, Cetyl Dimethicone. Es gibt aber noch viel mehr mit den Wortendungen „-cone“ oder „-xane„.) Ich fand Silikon Öle bereits in Shampoo, im Conditioner, in Sonnencremes, im Selbstbräuner von Sans Soucis, in Gesichtscremes und in Bodylotions.


Silikone in Shampoo und Conditioner


Die Frage, warum man Silikone in Shampoo und Conditioner einbringt, lässt sich recht einfach beantworten: Silikone sorgen für einen weichen Griff und dafür, dass Haare sofort nach dem Waschen viel besser aussehen. Silikone legen sich um jedes Haar, dieses lässt sich viel leichter kämmen und frisieren und das Haar erhält einen schönen Glanz. Aber: Silikone pflegen nicht das Haar.


Um Silikone wieder rückstandslos aus den Haaren zu entfernen empfehlen Spezialisten inzwischen spezielle Shampoos gegen "Build up" , weil sich nach und nach die Silikone auf dem Haar anreichern und mit normalem Shampoo gar nicht mehr entfernen lassen. Erst recht nicht mit Shampoo, welches auch wiederum Silikone enthält.


Silikone in Bodylotions -einfach weils billiger ist!


Bei silikonhaltiger Bodylotion sieht das schon anders aus. Silikone haben eigentlich gar keinen Nutzen für den Anwender, wenn  man einmal davon absieht,  dass Silikone in der Bodylotion dem Anwender ein Pflegewirkung dadurch vorgaukelt, dass durch die Silikone die Bodylotion nicht nur besonders gut verteilbar (spreadable), sondern beim Auftragen die Haut glatter erscheint und beim Auftragen ein geradezu samtiges Gefühl beim Anwender hinterlässt.


Der schlimmste Fall ist der Regelfall: Die Bodylotion verbleibt von Dusche zu Dusche, in den meisten Fällen also 24 Stunden auf der Haut, und wenn die Bodylotion tag ein, tag aus benutzt wird, das ganze Jahr über. Im Gegensatz zur Verwendung in Shampoos oder Conditioner, oder nachfolgend weiter unten in Gesichtskosmetik wie Primer oder Sunscreen, gibt es keinen Grund - aus Sicht des Verbrauchers - warum  pflanzliche, natürliche  pflegende Öle durch Silikone Öle ausgetauscht werden (ausser aus Kostengründen, weil Silikone äußerst billig sind).


Beispiel für silikonhaltige Hotelkosmetik: Prija Restoring Body Cream


Aqua, Caprylic / Capric Triglyceride, Helianthus Annuus Seed Oil, Glycerin, Cetearyl Alcohol, Glyceryl stearate, Cyclopentasiloxane (= Silicone Oil) , Phenoxyethanol, Potassium Palmitoyl, Hydrolyzed  Wheat Protein, Butyrospermum Parkii Butter, Sodium Benzoate, Parfum, Dimethicone, Potassium Sorbate, Xanthan Gum, Citric Acid, Peg / PPG-20/6 Dimethicone (Silicone Oil), Glyceryl oleate, hydrolyzed Glycosaminoglycans, BHT, Hexylene glycol, BHA, Tocopheryl Acetate, CI 19140 , CI 14720, Ascorbyl Palmitate, Eugenol, Hexyl Cinnamal, Limonene, Linalool.


Silikonhaltige Hotelkosmetik Bodylotions zu Hause


Bei Hotelkosmetik Bodylotions, in denen Silikone verwendet werden, hat man ja zudem den Umstand und das Problem, dass die in den Hotel-Badezimmern aufgereihten Flaschen, so winzig sind, dass man gerade noch in jungen Jahren die aufgedruckte Inhaltsstoffe lesen kann. Ein weiterer Umstand: Jetzt könnte man ja davon ausgehen, dass alles nur halb so wild ist, weil man Hotelkosmetik ja maximal nur für ein paar Tage anwendet, und eine Benachteiligung des Anwenders durch Silikone in Bodylotions zu vernachlässigen ist. Allerdings gehen mehr und mehr Hotel-Supplier dazu über, ihre Hotelkosmetikprodukte in haushaltsüblichen Mengen über ihre Webseite für den Heimgebrauch anzubieten. Und dann hat man folglich wieder 365 Tage das Zeug auf der Haut.



Generell sind Silikone nicht ganz so schlimm


Meine Meinung zu Silikonen in Kosmetik sind zwiegespalten, aber durchaus verständlich und logisch. Silikone sind nur dann in Kosmetika akzeptabel (solange für bestimmte Einsatzgebiete kein Äquivalent gefunden wurde), wenn sie dem Anwender einen so überragenden Nutzen bringen, der von anderen Stoffen so nicht erbracht werden kann.  Andererseits sollte  grundsätzlich immer auf Silikone verzichtet werden, wenn sie großflächig, über einen längeren Zeitraum, schlecht zu entfernen (wie in Haarpflegeprodukte), nur eine Pflegewirkung vorgaukeln, keinen wirklichen Vorteil gegenüber anderen Anwendungen oder sogar für eine schlechtere Pflege  und Hautversorgung.  


Ich drücke es auch gerne so aus: Für die Verwendung in ganz spezifischer Kosmetika und spezifizierter Anwendung kann es als ethisch korrekt angesehen werden, Silikone in Formulierungen für Pflegeprodukte zu verwenden. Und um noch einmal auf die Verwendung von Mineralöl in Pflegeprodukten (! = Meiner Ansicht nach sollte Kosmetik, selbst Dekorative, immer Pflege sein) zurückzukommen, es gibt weder einen vernünftigen, noch einen ethischen Grund, erdölbasierte Stoffe zu verwenden.

Silikone in Kosmetik - ja, wenn sie dem Verbraucher nutzen


Jetzt zu der Frage, wo ist die Verwendung von  Silikonölen in Kosmetika integer, angebracht, bis jetzt praktisch unersetzlich, vorteilhaft für den Anwender, ethisch akzeptabel.

Es geht nicht an, dass Silikon deshalb in Cremes und Lotions verarbeitet werden, "weil es sich beim Eincremen gut anfühlt" oder "dem Anwender vorgaukelt, eine zarte Haut danach zu haben." Silikone sind eine Gruppe synthetischer Polymere – diese Kunststoffe werden im Labor unter anderem aus Teilen des Erdöls gewonnen.


Silikon Öle sind hypoallergenic, ähnlich wie Mineralöl, aber im Gegensatz dazu: Non-comedogenic. Sie verstopfen in hoher Qualität nicht die Poren, belasten den Hautstoffwechsel weniger (aber die Umwelt, weil sie ähnlich wie Mineralöl als schwierig abbbaubar zu bezeichnen sind). Sie haben allerdings auch keinen positiven Einfluss auf die Haut. Silikone lassen Falten weniger tief erscheinen, weil sie diese auskleiden, wirken wie Weichzeichner, weil sie Licht brechen können, sorgen dafür dass Make Up länger hält, mattieren die Haut.


Silikone in kosmetischen "Primer"

Gerade in Primer, in Gesichtscremes und Sonnenschutzcremes (für das Gesicht) sehe ich berechtigte Einsatzgebiete für Silikone. Ich hatte den Begriff "Primer" bei Google eingegeben und fand dann über Wikipedia eine treffende, wenn in diesem Zusammenhang  gerne zugestanden, eine leicht humoristische Definition: "Die Grundierung (oft auch Primer genannt) dient dazu, einen Gegenstand durch eine erste Schicht zu schützen und gleichzeitig die Haftbedingungen für eine oder mehrere noch aufzutragende Schutz- und Dekorschichten zu verbessern."


Ja... das kommt der Funktion eines kosmetischen Primers sehr nah..  Es gibt  - zumindest auf dem deutschen Markt - kaum einen Primer, in dem Silikon nicht ein wesentlicher Bestandteil ist. Das hat seinen Grund: Sie lassen Poren kleiner wirken, glätten optisch Falten, lassen die Haut ebenerdiger erscheinen, können sogar Rötungen wegzaubern.


Zudem hält auf einer mit einem Primer vorbehandelten  (in der Bauwirtschaft nennt man das Grundierung) Haut das Make Up länger. Wichtig bei offiziellen Anlässen und wenn man nicht ständig das Make Up auffrischen will, dann ist eine "Grundierung" mit einem silikonhaltigen Primer ein eklatanter Vorteil. Gerade für Menschen mit extrem öliger Haut ist ein Primer eine unglaubliche Erleichterung. Endlich hält das Make Up. Endlich muss nicht ständig nachgepudert werden, um den "Speckglanz" zu reduzieren.


Silikone in Gesichtscremes mit Sonnenschutz


Jetzt kommen wir zu dem Punkt warum ich selbst dankbar bin für den Einsatz von Silikon in Gesichtscremes und Sonnenschutzcremes, speziell für das Gesicht. Männer haben eine dickere Haut sagt man, die ist oft ölig bis sehr ölig. Eine fettfreie Creme, die dann aber Silikone enthält, kann dazu beitragen, dass man sich den ganzen Tag, bei größter Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, gepflegt und sauber fühlt.


Hotelkosmetik die Silikone enthält:


Peter Thomas Roth Hilton Hotels - Bodylotion und Conditioner


Le Labo - Rose 21 Fairmont Hotels - Bodylotion





  
















Silikone in Bodylotions in der Hotelkosmetik