LOHASHOTELS

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Meine ersten Pickel, das behaupte ich immer noch, bekam ich als Jugendlicher, als ich damit anfing, die Creme in der blauen Dose zu verwenden. Ich bezweifle, dass es hier weder eine Kausalität noch eine Korrelation zu einer Jugend-Akne bestand. Ganz einfach weil ich nie unter Akne davor gelitten hatte. Pickel bekam ich also von Nivea Creme Ohne wenn und aber. Ich gehe davon aus, dass meine Mutter während meiner Babypflege auch kein handelsübliches Babyöl verwendet hat, mein zarter Hintern hätte sonst vermutlich - nach der Malträtierung damit  - wie ein Sesambrötchen eines bekannten Fastfood-Giganten ausgesehen. Denn in beiden Produktkategorien, der Niveacreme, als auch, zumindest war das früher so im Penaten Babyöl,  sind die Hauptinhaltsstoffe Mineralöl, Paraffinum Liquidum oder Petrolatum. Oder anders ausgedrückt: Made aus Erdöl!


Paraffinum Liquidum in der Bigelow Bodylotion im Hotel


Erst kürzlich kam ich auf die Idee mir einmal die Inhaltsstoffe auf der Rückseite der kleinen Fläschchen anzusehen, auch "Hotelkosmetik" oder "Guest Amenities" oder "Toiletries"  genannt, wie man sie in den Hotelbädern vorfindet. Schlüsselerlebnis waren die beiden oben genannten Produkte von Bigelow, Hotelkosmetik in großen Spenderflaschen, auf denen die Inhaltsstoffe auf der Vorderseite aufgedruckt ist. Eine Marketingidee, die aber meiner Meinung nach "nach hinten" losgeht. Zumindest wenn man durch einige Stiftung Warentest Artikel diesbezüglich sensibilisiert ist   Denn wie man unschwer erkennen kann, steht bei den Ingredienzien bereits an sechster Stelle "Paraffinum Liquidum" ein Mineralöl-Derivat.


Aqua (Water), Glycerine Soja (soybean) oil, Ethylhexyl stearate, Paraffinum liquidum/Mineral oil, Sodium polyacrylate, Phenoxyethanol, Parfum, Glycerin, Glyceryl polyacrylate, Lauryl Glucoside, Polyglyceryl-2 dipolyhydroxystearate, Disodium EDTA, Benzoic Acid Dehydroacetic acid, Ethylhexylglycerin, Limonene, Hexyl cinnamal, Linalool, Citral, Coumarin.


Ich werde den Teufel tun und mich mit Erdöl einschmieren!


Ok, warum habe ich an dieser Stelle die Inhaltsstoffe aufgeführt, werden ich doch zu den Inhaltsstoffen in Hotelkosmetik noch so einige Artikel schreiben, auch zum Thema Silikone in Hotelkosmetik etc.?  Ganz einfach, es ärgert mich wie ich als Verbraucher an der Nase herumgeführt werde, sprichwörtlich mit dem Ring durch die Manege. Auf der Flasche der "Bigelow Hotelkosmetik Bodylotion"  ist einerseits oben als Teil des CI "Apothecary" aufgeführt (ok auch die deutschen Apotheken verwenden Mineralöle in ihren Rezepturen).


Andererseits sind da praktisch als "Reinheitssiegel"  Begriffe aufgeführt wie "parabenfree (Parabene stehen ja im Verdacht den Hormonhaushalt beim Anwender durcheinander zu bringen), glutenfree, nickel tested, siliconfree. Das klingt ja ganz sauber!  Schaut man sich allerdings dann an, dass nicht nur Mineralöl in der Formulierung ist, sondern um nur einen weiteren kritisch zu betrachtenden Stoff aufzuführen, auch Sodium Polyacrylate, die können laut Codecheck ebenfalls die Poren verstopfen. Die Haut ist ein Atmungs-, Regulations- und Entgiftungsorgan. Wo aber sollen Schweiß und Talg hin, wenn die Haut luftdicht verschlossen ist?


Mineralöl - flüssiger Verband wenn's juckt, kratzt,  zwickt


In Apothekerrezepturen, bzw. solchen Formulierungen, die durch den Arzt für die Apotheker erstellten werden, mag Mineralöl / Petrolatum / Paraffinum Liquidum für den kurzfristigen (!) Einsatz, während einer Erkrankung, zweckmässig sein. In diesen wenigen Fällen ist nämlich der Nachteil von Mineralöl, dass es ob  auf der Haut aufliegt, und die Haut gegen die Umwelt abschottet ein Vorteil sein, weil Mineralöl in diesem Fall wie ein flüssiger Verband wirkt. Hier ist dann im akuten Krankheitsfall der Umstand zu vernachlässigen, dass Mineralöl als  "comodemic" gilt, heißt dass es die Poren verstopft und  langfristig der Haut Metabolismus / Skin Metabolism nachhaltig gestört werden kann.  Das heißt also im Umkehrschluss, nur weil in Apotheken Mineralöl, Paraffinum Liquidum in Rezepturen vorkommt, ist dies kein "Persilschein" , diese Stoffe auch in Produkten zu verwenden, die man rund ums Jahr, 365 Tage, an die eigene Haut läßt.


Hier mal die Begriffe die mir einfallen unter denen Mineralöl, ganz unschuldig daherzukommen versucht und sich so in den Inci, den Inhaltsstoffen von Kosmetika befinden:


- Petrolatum = Mineralöl

- Paraffinum liquidum = Mineralöl

- Microcristallina = Mineralöl

- Ceresin = Mineralöl

- Ozokerit = Mineralöl


Jede Menge Mineralöl in der Bigelow Bodylotion Hotelkosmetik


Es gibt ein weiteres "Geschmäckle", oder auf gut deutsch "Mysterium": Halten wir fest, die Bigelow Hotelkosmetik Bodylotion besteht zu einem großen Teil aus Mineralöl, während man auf dem Etikett ausdrücklich darauf hinweist, dass keine Silikone in der Bodylotion sind.

Wenn man sich jetzt aber die regulären, im Handel befindlichen Bigelow Bodylotions ansieht, dann wird man feststellen, dass hier (!) in den "Original Bodylotions" keinerlei Mineralöl enthalten ist, sondern überwiegend natürliche Öle und äußerst hochwertige Inhaltsstoffe wie Vitamin E, Borretsch-Öl, Olivenöl,  Allantoin,  ätherische Öle, Urea und sogar Squalan (! :), von denen übrigens nicht ein einziger (!) in der Bigelow Hotelkosmetik Bodylotion vorhanden ist.  


Bigelow Bodylotion Hotelkosmetik: silikonfrei aber mineralölreich

Bigelow Bodylotion für zu Hause: mineralölfrei aber silikonreich


Kleine Anekdote, die nicht unerwähnt bleiben sollte. Es grenzt schon an Hohn, ist aber so: Während die Bigelow Hotelkosmetik / Guest Amenities /  Bodylotion ausdrücklich und großartig herausstellt, dass die Rezeptur silikonfrei ist, ist die Original Bigelow Bodylotion (also die Version, die käuflich vom Endverbraucher zu erwerben ist) ein Formulierung mit verschiedenen Silikon-Derivaten, insgesamt ein erwähnenswert hoher Anteil. So steht Cyclopentasiloxane bereits an vierter Stelle in der Auflistung der Inhaltsstoffe, des Weiteren Dimethiconol, Dimethicone, Phenyl Methicone und Trimethylsiloxysilicate.


Inhaltsstoffe: : Water (Aqua, Eau), Glycerin, Butylene Glycol, Cyclopentasiloxane, Cetearyl Alcohol, Fragrance (Parfum), Cetyl Esters, Di-PPG-3 Myristyl Ether Adipate, Potassium Cetyl Phosphate, Citrus Aurantifolia (Lime) Fruit Extract, Coriandrum Sativum (Coriander) Extract, Olea Europaea (Olive) Fruit Oil, Aloe Barbadensis Leaf Juice, Borago Officinalis Seed Oil, Tocopheryl Acetate, Ascorbyl Palmitate, Tocopherol, Panthenyl Ethyl Ether, Hydrogenated Palm Glycerides, Zea Mays (Corn) Starch, Glycine Soja (Soybean) Sterols, Allantoin, Sodium Hyaluronate, Isocetyl Stearate, Polysorbate 60, Dimethiconol, Dimethicone, PEG-4 Laurate, Ceteareth-20, Squalene, Polysorbate 20, Carbomer, Ethylhexyl Hydroxystearate, Isostearyl Palmitate, Phenyl Methicone, Triethanolamine, Disodium EDTA, Urea, Trimethylsiloxysilicate, Phenoxyethanol, Iodopropynyl Butylcarbamate.


Fake Hotelkosmetik


Übrigens ist hier Bigelow kein Einzelfall, es scheint fast die Regel statt die Ausnahme in der Hotel Supplier Branche  zu sein, dem Hotelgast etwas "vorzumachen". Damit meine ich, mit großen Namen und Marken zu werben, bzw. Produkte in die Hotelbäder zu bringen, die diese Markennamen tragen und dann aber eine a) im Duft verwässerte Formulierung und was noch viel schlimmer ist eine stark veränderte Form, die mit dem Original höchstens noch den (in diesem Fall nicht gerechtfertigten) Markennamen gemein hat.  Schauen Sie sich einfach mal die Inhaltsstoffe der Thann Bodylotion an, wie sie auf den Hotelzimmer der Marriott Hotels steht : Die ellenlange Inhaltsliste sieht aus wie  wie die Zutatenliste eines mißlungenen Schülerexperimentes im Chemieunterricht liest, und vergleiche damit die die wenigen Zutaten, natürlichen Ursprungs der Original Thann Body Milk!


Und auch dies wieder kein Einzelfall, zumal ich im oben verlinkten Artikel auch die Etro Hotelkosmetik Bodylotion und die Ortigia Hotelkosmetik, abgefüllt von LaBottega aufgeführt habe. Die Original Ortigia Bodylotion Hotelkosmetik, Erzeugerabfüllung, wie ich sie in italienischen Hotels kennenlernen durfte enthält übrigens keinerlei Mineralöl.


Und noch etwas: Es mögen keine Einzelfälle sein, die Praxis in Hotelkosmetikprodukten Mineralöle zu verwenden. Aber Gottseidank es ist immer noch die Ausnahme. Zu diesem Urteil darf ich wohl kommen, nachdem ich fast unzählige Produkte der Hotelkosmetik Supplier eigenhändig getestet und probiert habe.


Mineralöl: Schuldig oder unschuldig?


In Bezug auf die Schädlichkeit von Mineralöl-Derivaten in kosmetischen Produkten ist die Wissenschaft und die Industrie gespalten. Einerseits wird behauptet, dass Mineralöle in pharmazeutischer Qualität absolut rein sind und kaum Allergien auslösen können, andererseits werden bei labortechnischen Untersuchungen - selbst bei diesem Reinheitsgrad von Mineralöl-Derivaten - immer wieder Verunreinigungen mit MOAH (mineral oil saturated hydrocarbons) festgestellt.


MOAH und MOSH in Mineralölen


Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschäftigt sich seit längerem mit der oralen Aufnahme von MOAH, die über Lebensmittelverpackungen in das Lebensmittel gelangen und beim Verzehr aufgenommen werden können. Das Institut hat nun die dermale Aufnahme von MOSH und MOAH aus Mineralölen über Kosmetika gesundheitlich bewertet.  „Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand sind aus Sicht des BfR gesundheitliche Risiken für Verbraucher durch die Aufnahme von Mineralölen in Kosmetika über die Haut unwahrscheinlich“. 1   -


Heiliger, ungläubiger Thomas, lege die Finger in die Wunde...


Nun ich erlaube mir die Frage zu stellen, ob man sich auf die Aussagen des Bundesinstituts für Risikobewertung  vertrauen und verlassen kann. Zumal gerade deren Neutralität gegenüber der Industrie, in einem anderen Fall, nämlich Glyphosat/Monsanto angezweifelt werden muss. Zitat aus der Taz: "Zu diesen wissenschaftlich begründeten Argumenten kommen Zweifel an der Unabhängigkeit des Zulassungsbehörden, allen voran des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Es hat die wichtigste Vorarbeit für die Gutachten der EU-Behörden geleistet. Vor kurzem stellte sich heraus, dass das BfR seinen Bericht über das Mittel seitenweise von Herstellern wie Monsanto abgeschrieben hat. Dabei handelt es sich nicht nur um Zusammenfassungen von Studien. Auch Bewertungen, dass kritische Untersuchungen „nicht zuverlässig“ seien, wurden einfach übernommen."  ... Da möchte man es doch dem heiligen Thomas gleichtun, und ungläubig darauf bestehen, die Finger in die Wunde zu legen.



Können Mineralöle in den Körper gelangen?


Interessant wäre in diesem Fall natürlich die Frage, inwieweit das Mineralöl in Kosmetika, bzw. dessen Derivate, trotzdem  vom Organismus aufgenommen werden können. Ein Beispiel, ist in der Handcreme Paraffinum Liquidum, und schält man sich nach dem Eincremen einen Apfel, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man den Apfel mit Mineralöl von den Händen "kontaminiert" und dieses somit in den Mund gelangt.

Weiteres Beispiel: Mineralöle, die  ein Inhaltsstoff in Lippenstift oder Primer enthalten sind, können ebenfalls den Weg in den Mund finden und somit in die Verdauung. Mascara könnte über die Tränenflüssigkeit in den Körper gelangen. Bei Lippenstiften und Wimperntusche garantieren die wasserabweisenden Mineralöl-Derivate farbechte Küsse und tränenfeste Wimperntusche.2



Aufnahme von Mineralölen durch Diffusion?


Inwieweit die Möglichkeit einer Aufnahme durch Diffusion über die Haut von Mineralöl-Derivaten besteht, ist immer noch nicht abschließend geklärt. Auch das oben erwähnte BfR, das Bundesinstitut für Risikobewertung hält sich mit einer endgültigen Aussage noch zurück.


Wer sich rasiert, Mann oder Frau, der verletzt unvermeidlich, wenn auch in den meisten Fällen für das Auge unsichtbar die Haut. Ist es so unwahrscheinlich, dass durch das  anschließendes Eincremen mit einer mineralölhaltigen Creme oder Bodylotion Mineralöl durch Mikroverletzungen in den Organismus gelangt? Mit Sicherheit nicht!   Moah können krebserregende Stoffe enthalten Zudem: Aus tierexperimentellen Studien ist bekannt, dass derartige Mineralöl-Gemische zu Ablagerungen und Schäden in der Leber und den Lymphknoten führen können. 3


Mineralöl-Kosmetikindustrie  und ihre Lobbyarbeit


Nun auch die Industrie ist weiterhin an einer Heiligsprechung der Grundstoffe die aus Mineralöl, sprich Erdöl hergestellt werden können, auch eben in Kosmetika „bemüht.“ Wer kritisch oder gar ketzerisch (Mineralöl-Kosmetikindustrie ist immerhin meine Wortschöpfung) wäre, würde sagen, sie ist so intensiv bemüht ... wie die Tabakindustrie während ihren Glanzzeiten. Auch Lobbyarbeit offline und online kommt hier sicher nicht zu kurz, könnte jemand behaupten, sozusagen:


- Kosmetik Transparent "Informationsplattform der Markenkosmetikbranche, für Journalisten, Experten und Kosmetikinteressierte" -  Jap, ich bin eifersüchtig, die Sponsoren und Geldgeber hätte ich auch gerne für unsere Seiten: "Mitglieder von Kosmetik transparent sind Beiersdorf, Burnus, Johnson & Johnson, L'Oréal, Procter & Gamble, Schwarzkopf & Henkel und Unilever." AHA!


- Kosmetische Öle im Vergleich:  Penetrations- und Okklusionseigenschaften von Paraffinöl und Pflanzenölen von Dr. Matthias Hauser, Associate Director Scientific Relations, Johnson & Johnson Consumer Healthcare, Neuss, Deutschland


- L’oreal: Zum Inhaltsstoff Paraffinum Liquidum in Kosmetika: "Mineralöle kommen natürlicherweise in der Umwelt vor. (So, so, unglaublich!…).  Für den Einsatz in der Kosmetik werden sie gereinigt und veredelt und haben sich millionenfach bewährt. Für den Veredelungsprozess gibt es genau festgelegte EU Standards, die von L’OREAL strikt eingehalten werden." L'oreal: Zum Inhaltsstoff Paraffinum Liquidum (PDF)


Warum werden Mineralöle überhaupt in Kosmetika eingesetzt?


Mineralöl-Derivate sind leicht zu verarbeiten und besonders lange haltbar. Im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen oxidieren sie nicht, sie werden nicht ranzig. Beim Einsatz pflanzlicher Öle müssen zusätzlich Stoffe eingesetzt werden, um diese vor ihrer Oxidation zu schützen. Und vor allen Dingen: Mineralöle  - und die daraus resultierenden Produkte -  sind kostengünstig um nicht zu sagen billig.


Vermeintliche Vorteil von Mineralölen in Kosmetika


Womit schon einmal erklärt wäre welche Vorteile der Einsatz von Mineralölen in Pflegeprodukten  für die  Kosmetikindustrie hat. Doch welche positiven Dinge bringen Mineralöle in Kosmetikprodukten dem Anwender und somit Konsumenten?


Mineralöle lösen so gut wie keine Allergien aus. Vielen Anwendern empfinden das Auftragen von Pflegeprodukten, die Mineralöl-Derivate enthalten als angenehm, weil sie nur in die oberste Hautschicht eindringen, größtenteils oben aufliegen und so ein glättendes, samtiges  Gefühl auf der Haut erzeugen. Die Haut wird nach außen hin abgedichtet. Das ist auch der Grund warum in Apotheker-Rezepturen oft auf Mineralölprodukte wie Paraffinum Liquidum, Vaseline, etc. zurückgegriffen wird.


Nachteile beim Einsatz von Mineralölen in Kosmetika


Vergessen darf man aber nicht, dass im Gegensatz zu Pflegeprodukten, diese Salben nur über einen kurzen Zeitraum und in den meisten Fällen, im Gegensatz zu einer Bodylotion nur lokal begrenzt auf einer kleinen definierten Hautfläche aufgetragen werden.


Eine Bodylotion ist 24 Stunden auf der Haut 365 Tage lang!


Und schon deshalb darf man den Einsatz von Mineralöl in einem Kosmetikprodukt, insbesondere in einer Bodylotion nicht mit dem Einsatz in Apotheker-Rezepturen rechtfertigen:


Eine Bodylotion wird in der Regel morgens nach dem Duschen aufgetragen.  Personen mit trockener Haut tragen eventuell die Bodylotion auch noch mal am Abend auf. So oder so, meist wird nur einmal am Tag geduscht. Heißt die Bodylotion, insofern verbleibt also 24 Stunden auf der Haut bis zur nächsten Körperwäsche.


Das heißt auch, dass das Mineralöl, aus dem die Bodylotion zum größten Teil besteht, hat über diesen gesamten Zeitraum die Haut "abgedichtet." Der Stoffwechsel der Haut wird behindert. Die Haut lebt, sie kommuniziert mit der Außenwelt, sie hat einen Stoffwechsel. Sie gibt schädliche Stoffwechselprodukte ab, nicht nur nach innen sondern auch nach außen (wenn sie kann!). Durch den Einsatz von Mineralöl in der Bodylotion wird dieser

Prozess jedoch behindert.


Da die Haut nach außen hin durch das oben aufliegende Mineralöl "versiegelt" wird, kann sich zum Beispiel durch einen Wärmestau ein feuchtes Klima zwischen Haut und Mineralöl bilden, was  sich kurzfristig zum Beispiel in einer "Mallorca-Akne" zeigen kann oder langfristig in mehr Unreinheiten. Ausserdem kann der langfristige Gebrauch von Mineralölen  zu einer immer trockener werdenden Haut führen.


Der Umwelt zuliebe, keine Mineralöle!


Denn Mineralöle sind schwer abbaubar. Niemand käme auf die Idee Erdölprodukte in den Abfluss zu schütten. Tankstellen haben hohe Auflagen, dass so  etwas nicht passiert. Niemand denkt aber daran, wenn Millionen Europäer jeden Morgen die erdölbasierten Inhaltsstoffe ihrer Bodylotion im Abfluss vergluckern lassen. Ob unsere Kläranlagen das schaffen, diese Stoffe wieder rauszufiltern, das wäre eine interessante Frage, denn tun sie es nicht, landet das Mineralöl dann irgendwann auf unserem Teller, ob über Gemüse oder Flussfische. Mahlzeit!


Belastung von mineralölhaltiger Kosmetika bis zu 15.000 fach höher als in Lebensmitteln


Das Argument der In-Kosmetika-Mineralöl-Befürworter, dass MOAH schließlich auch in Lebensmitteln vorkommen, insbesondere aus bedruckten Verpackungen in Schokolade und andere Produkte übergehen können, lässt sich mit einem Beitrag der Stiftung Warentest ad absurdum führen: "Die höchsten Belastungen haben Vaselinen mit bis zu 9 % MOAH, das entspricht dem 15.000 Fachen unserer Funde in Lebensmittel.4


Gefährliche Substanzen in Cremes


Ich bin der letzte Mensch auf Erden der gerne Literaturnachweise vom click baiting anrüchigem Online Portal focus . de zitiert. Es geht mir - in diesem speziellen Fall - auch nicht um den Wahrheitsgehalt, sondern darüber, welche Kenntnisse oder wenn man so will, Meinungen in der Öffentlichkeit zur Verwendung von Mineralöl-Derivaten in Kosmetika  bestehen: Stiftung Warentest prüft Kosmetika: Nivea, Bebe, Penaten: Gefährliche Substanzen in Cremes


Inhaltsstoffe in Babyöl


Hamburger Wochenblatt: Paraffinum ( Liquidum ) oder auch Petrolatum, Ozokerite oder Paraffin Oil, finden sie auf vielen Listen der Inhaltsstoffe von Babyölen und auch Krems. Paraffinum ist ein aus Erdöl gewonnenes Fett. Dies integriert sich schlechter in das Gleichgewicht der Haut und kann sich, wenn es in den Körper gelangt absetzen. Die Haut wird durch das Paraffinum gesättigt und kann die natürliche Fähigkeit verlieren, selbständig den Feuchtigkeitsgehalt zu regulieren, mit dem Ergebnis, dass die Haut trocken wird. Hamburger Wochenblatt: Inhaltsstoffe in Babyöl


Versteckte Inhaltsstoffe in Kosmetik


Rätselraten beim Kleingedruckten:  Seit Jahrzehnten werden Paraffine in herkömmlichen Pflegeprodukten wie Cremes oder Lotionen als Konsistenzgeber verwendet. In der Kosmetik werden sie wegen ihrer filmbildenden und wasserabweisenden Eigenschaften genutzt, außerdem fördern Paraffine die Glanzbildung auf der Haut, was sie zu beliebten Inhaltsstoffen in Lippenstiften macht. Weiterhin schützen sie die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Paraffine sind Kohlenwasserstoffe, die aus Erdöl gewonnen werden. Die Erdölförderung ist jedoch nicht nur umweltschädlich, sondern der Stoff ist auch giftig.

So fand Stiftung Warentest im Jahr 2015 krebserregende Substanzen in Kosmetikprodukten mit Mineralöl. Die am häufigsten eingesetzten Kohlenwasserstoffe innerhalb der Kosmetik sind Paraffinöl (Paraffinum Liquidum) und Vaseline (Petrolatum). Zeitschrift GEO: Versteckte Inhaltsstoffe in Kosmetik und deren Gefahren


Avoid These 10 Very Hazardous Chemicals


Bliss Plan - Natural Skin Care: Avoid These 10 Very Hazardous Chemicals „Mineral Oil is a petroleum-based product  that suffocates the skin and keeps in toxins – like putting plastic wrap on your face! It may accelerate skin aging because it accelerates the build-up of free radicals It’s somewhat „comedogenic“ which means it causes or increases acne. Ironically it’s used in several acne creams & lot of anti-aging creams. Bliss Plan: an - Natural Skin Care


3 key reasons to avoid mineral oil


Also called “liquid petroleum,” “paraffin oil,” and “white mineral oil,” mineral oil has long been used in a number of industries, including biomedicine, veterinary medicine, mechanical, electrical, and industrial. Nowhere is its use more debated, however, than in the cosmetics industry.  - Used to be mineral oil was a popular moisturizer in skin and hair products. People have relied on it for decades, and things like baby oil and Vaseline are old favorite applications. But lately, this ingredient has gotten a lot of bad press. What's the problem?


1. It may be contaminated with toxines •  The World Health Organisation (WHO) has found that this unpurified from contains contaminants that have beenlinked in studies to an increased risk of cancer


2.  It clogs pores •  Mineral oil is considered “comedogenic,” which means it can clog your pores and increase the risk of acne and blackheads


3. It doesn't give your skin anything benificial • Yes, it may contribute to body contamination, and it may make you break out. But most of all, it's not doing anything for your skin. It's not infusing it with nutrients. It's not providing hydration that actually goes into the skin where it counts. It's just sitting there on the top of the skin preventing moisture loss. Dr. Frank Lipman's Daily Dose Blog: 3 key reasons to avoild mineral oil


5 reasons to avoild Petrolatum and Mineral Oil in your Skincare


Check your labels for these skin and health saboteurs:


1. Petroleum and Mineral Oil Can't Be Metabolized

There are different grades of petroleum and mineral oil, with those used in cosmetic products being the "purest" and the most refined. Even still, we should be worried


2. Petroleum and Mineral Oil Might Be Carcinogenic

According to the Environmental Working Group (EWG), a whopping 80 percent of all beauty products may be contaminated with one or more of the two dozen recognized cosmetic impurities that are linked to cancer and other health concerns.


3. Petroleum and Mineral Oil Are Occlusive

Petroleum and mineral oil are "occlusive" agents—meaning they seal off the skin from air, water or anything else getting in (or out). Wherever they're applied, they form an invisible film on the surface that blocks the pores and the skin's natural respiration process.


4. Petroleum and Mineral Oil Won't Nourish Your Skin

So we've established that petroleum and mineral oil are occlusive, meaning they form a barrier on your skin. Theoretically, this "locks in" moisture—but what if there's not enough moisture in there to start with? Are you really making progress?


5. Petroleum and Mineral Oil are Linked to Estrogen Dominance

Estrogen dominance is a common condition in which sufferers have a high ratio of estrogen, with little to no progesterone to balance its effects in the body. Chemicals that are present in our environment, called xenoestrogens, are one of the biggest culprits—and their action may be much more potent than the natural form. Beauty Editior: 5 reasons to avoild Petrolatum and Mineral Oil in your Skincare


Marie France Asia, Signapor: 9 Toxic ingredients to avoid


You're at the store and you're thinking of buying a new face moisturiser. You spend ages looking through the ingredients list. Mineral oil? Fragrance? SLS? Labels on cosmetics and beauty products can be a tough code to crack. While improvements are slowly being made to regulations with regards to the safety of products, it is still hard to trust the claims that manufacturers make when it comes to the advertising of their products.

Unfortunately, the whole industry has adopted an “innocent until proven guilty” approach to the ingredients used. No ban will ever be put in place until a chemical is scientifically proven to cause harm to humans. The best things that we, as consumers, can do is to avoid chemicals that we know are harmful (even if they continue to be widely used).  Bad Cosmetics: 9 Toxic ingredients to avoid in beauty products


Huiles minérales en cosmétique : pas de pétrole sur ma peau !

Totalement synthétiques, ces huiles ne procurent aucun bénéfice à notre peau. Si ce n'est juste de donner l'impression qu'elle est hydratée. En réalité, elles créent un film occlusif sur la peau qui va limiter ses pertes naturelles en eau et la garder artificiellement hydratée. Même si on a la sensation d'une peau plus douce, cette hydratation est très superficielle et non durable. Dès lors qu'on arrête l'application d'une crème à base d'huiles minérales, la peau se déshydrate à nouveau à son rythme habituel, sans aucune amélioration. Huiles minérales en cosmétique : pas de pétrole sur ma peau!

13 ingrédients à éviter dans vos produits cosmétiques

On le sait nos produits cosmétiques ne sont pas anodins pour notre santé. De plus en plus d'ingrédients sont déclarés comme étant nocifs pour notre organisme.Ils ne sont pas toujours contrôlés sur leur innocuité avant d'être mis sur le marché. Ce sont des dérivés de pétrole qui ne sont pas biocompatibles. C'est-à-dire qu'elles ne sont pas reconnues par la peau, provoquant alors des réactions cutanées: irritations voir de l'eczéma. On les retrouvent souvent dans le maquillage. Sur l'étiquette : paraffinum liquidum, petrolatum, ceresin, mineral oil, cera microcristallina… La liste des 13 ingrédients à éviter dans vos produits cosmétiques


L'huile minérale dans les cosmétiques: la pétro-chimie incarnée


La question de l'huile minérale dans les cosmétique pourrait sans crainte confirmer une maxime : "tout ce qui brille n'est pas or" et en infirmer une autre : "Tout est bien sortant des mains de la nature" (Rousseau). Il en va ainsi de l'huile minérale qui est un ingrédient très largement utilisé en particulier dans certains types de produits et qui est sans aucun doute brillant (au sens propre et au sens figuré) et naturel, puisque minéral... L'huile minérale dans les cosmétiques: la pétro-chimie incarnée


Les ingrédients à éviter • Les huiles minérale


Si pendant des années, on s'est badigeonné le visage et le corps avec du pétrole sans le savoir, maintenant qu'on le sait, on est libre de continuer ou pas…Chez Les Happycuriennes, on refuse catégoriquement d'utiliser tous ingrédients issus du pétrole non seulement car ils sont très polluants pour l'environnement (process de synthèse et non biodégradables), mais surtout car ils n'apportent RIEN à la peau, sont comédogènes et toxiques. Et nous, on ne veut que le bonheur de votre peau avec de vrais ingrédients vivants, nutritionnels et doux. Les ingrédients à éviter • Les huiles minérales




Nicht zu verschweigen, die Gegenstimmen, die gibt es auch hier international:


Why Does Mineral Oil Have Such A Bad Reputation?


Askanesthetician Blog: Toxic Tuesday Ingredient Focus: Mineral Oil (aka Paraffinum Liquidum) WHAT IS IT? An extremely cheap & common petroleum derivative (refined crude oil petrochemical) which is found in 98% of skincare products sold in the US. Oy!  If I took everything I read at face value I would be throwing out my beauty products right now instead of writing this post.  Scary information, right?  Extreme information, right?  (I recently did a training with a very well known international skincare company during which the trainer repeated the same information about mineral oil that you see above)  So what's the truth about mineral oil?  What was written above or is it something else? Askanesthetician Blog: Why Does Mineral Oil Have Such A Bad Reputation?  


Nun, amerikanische Webseiten und insbesondere Blogs haben die gesetzliche Eigenart, dass sie kein Impressum benötigen. Auch habe ich über den Verfasser keinerlei Informationen gefunden, welches Berufsbild er hat, ob seine Seite von Industrieseite aus gesponsert wird, oder was die Basis und die Intuition seiner Messages ist. Ob hier die "Mineralöl-Kosmetikindustrie" (ich liebe diesen Begriff) Lobbyarbeit versucht, mag dahingestellt sein.



Quellen:


1 =  Mineralöle in Kosmetika: Gesundheitliche Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand bei einer Aufnahme über die Haut nicht zu erwarten (Stand 5/2015)


2 = Hauttatsachen: Was kommt auf eure Haut: Mineralöl oder Pflanzenöl


3 = Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH und MOSH) IFP - Institut für Produktqualität


4 = Stiftung Warentest Mineralöl in Kosmetika: Kritische Stoffe in Cremes, Lippen­pfle­gepro­dukten und Vaseline










In Hotelkosmetik: Mineralöl und Paraffinum Liquidum