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Kosmetik beim Verkaufssender, Teleshopping, Homeshopping: Qualität und Preis?

Definitiv, mein Entschluss steht fest, ich werde in den nächsten Tagen ein Netflix Abo buchen! Seit ich nicht mehr am Kabel hänge, sondern DVB T-2 ohne Privatsender empfange, schaue ich aus Langeweile viel zu oft die Verkaufssender, die frei verfügbar sind. Meine ganz persönliche Märchenstunde, die weniger meine Aufmerksamkeit, als vielmehr meiner Selbstbeherrschung bedarf. Oft sind diese Sendungen komischer und unterhaltsamer als das, was oft im festgelegten Stream der ÖR zur Ergötzung der Massen feilgeboten wird.


Homeshopping TV versus Amazon


Ich muss gestehen, dass ich noch nie ein Produkt bei einem Verkaufssender bestellt habe. Ich bin jedoch gar nicht abgeneigt. Zudem kann man jede Menge lernen beim Zuschauen.   Schulfernsehen für Vertriebsmenschen, sozusagen. Zudem haben sich die Homeshopping Sender zu einem ernstzunehmenden Counterpart von Amazon entwickelt und können durchaus diesem Verkaufsmoloch die Stirn bieten. Was beide gemeinsam haben: Die Kundenzufriedenheit steht im Focus, man sieht den Kunden als gleichberechtigten Partner und nicht am Ende einer Delegations- / Befehlskette.  


Meine Eindrücke werden auch bestätigt durch einen Artikel in der Rhein Neckar Zeitung von 2015: "Der Erfolg der Shopping Sender" in dem man sich auf eine ERA Studie von 2013 bezieht, dass Deutschland mit 1.7 Milliarden Euro und 7000 Beschäftigten der größte Teleshoppingmarkt in Europa ist, der Umsatz pro Jahr um 6 % wächst und 2017 mit einem Umsatz von 2.4 Milliarden Euro zu rechnen ist.


Alles andere als "Unterschichten-Fernsehen"


Vor einigen Jahren noch rümpften viele, die nie einen Homeshopping Sender anschauen, respektive dort bestellen, die Nase und bezeichneten diese Verkaufsstrategie als "Unterschichten-Fernsehen." Grundsätzlich wurde die Qualität der angebotenen Waren bezweifelt, ein Vorwurf nicht immer ganz aus der Luft gegriffen. Ich denke da an das Skandälchen um die Pflegecreme einer Schauspielerin, denke das war so im Jahr 2003 / 2004. Die führte bei vielen Anwenderinnen zu unerwünschten Hautreaktionen. Von Stiftung Warentest wurde diese als eine so schlechte Creme bezeichnet, wie man  sie noch nie in die Finger bekommen hätte. Das machte den Verkauf des Produktes... lästern wir einmal ... äußerst  hürdenreich und schwierig.


Der Verkaufssender musste daraufhin einen zweistelligen Millionenbetrag aufwenden, um den Imageschaden wieder aufzuarbeiten. Zumal dieser Fall dem Verkauf von Kosmetikprodukten in den Homeshopping-Kanälen insgesamt geschadet hatte. Seit dieser Zeit achtet man bei Verkaufssendern ganz genau, was denn verkauft wird.  Allerdings muss man sagen, dass die Teleshopping Kanäle auch bei anderen Produkten noch nach dieser Zeit Qualitätsprobleme hatten. So berichtet Stiftung Warentest in einem Artikel von 2007:

"Service überzeugt, Produkte enttäuschen."


Wobei ich hier noch eine chinesische Kosmetik-Marke im Auge habe, sollten diese Produkte bei Stiftung Warentest überprüft werden, aufgrund dessen dass die Hälfte der Produkte Mineralöle enthält und die andere Hälfte kritikwürdige Konservierungsmittel und Inhaltsstoffe, die die Hautbarriere schwächen. Ob da wohl vielleicht der nächste  skandalträchtige Fauxpas lauert?


Kosmetikmarken mit Renomee: Homeshopping TV


Davon abgesehen und positiv beleuchtet: Große Marken oder solche, denen man eine hohe Kompetenz zutraut, wie Babor Kosmetik, Dr. Perricone, Merz Spezial, Prof. Dr. Mang oder Elemis haben das Image der Kosmetik im Homeshopping ordentlich aufpoliert und den Sendern hier Glaubwürdigkeit vermittelt.


Was wiederum neuen Kosmetikmarken, oder solchen, die bisher nur eingeweihten Kreisen bekannt waren einen unglaublichen Hype und eine Markenbekanntheit bescherten. So wurde im nächsten Absatz verlinkten "Glamour" Artikel aus dem Jahr 2011, M.Asam als "noch eher unbekannte Marke in Deutschland bezeichnet.


Inzwischen würde ich sagen, ist dieses Unternehmen, das eigentlich schon seit über 50 Jahren besteht, eine anerkannte Weltmarke in der internationalen Kosmetikwelt, sowohl im Homeshopping als auch im Onlinehandel, zumal M.Asam Google Anzeigen doch recht häufig in meinem Browser auftauchen.  Hilfreich bei der Abschätzung der Umsätze, ja die Kosmetikmarken im Teleshopping stellen mit ihrer Entwicklung so jedes traditionell arbeitendes (Vertrieb) Unternehmen in der deutschen Kosmetikbranche in den Schatten), ist ein Artikel in der Welt von 2017 in der bei Judith Williams Kosmetika ein jährlicher Umsatz von 150 Millionen Euro attestiert wird.




Die Kosmetik Sendungen im Teleshopping


Und um es gleich zu sagen. Die Produkte beim "Homeshopping" sind genauso gut wie die die Sie im regionalen Handel bzw. bei den Kosmetikketten kaufen können. Sie stehen diesen in Nichts nach. Viele der Cremes, Seren (Serum) und Lotions sind sensationell preisgünstig.


Unschlagbarer Vorteil bei Verkaufssender: Sie können selbst geöffnete und getestete Produkte bis zu 30 Tage ( je nach AGB der Verkaufssender, die man auf deren Webseiten nachsehen kann) wieder zurückschicken „no Questions asked“.  Dieser Verkaufs- oder besser Käufervorteil wird  von den Moderatoren oft erwähnt ( Selbst angebrochene Zerstäuber von Parfums werden zurückgenommen. Das macht nicht einmal der Online Handel. Nachhaltigkeit spielt auch eine Rolle, indem der Käufer um Fairness gebeten wird: Verkaufssender bitten die Käufer zum Testen erst einmal die beigefügten 2 ml Violen zu nutzen, weil die bei Nichtgefallen zurückgeschickten und ausgepackten Zerstäuber entsorgt werden müssten.


Homeshopping TV  - wieso so günstig?


Warum sind ein Teil dieser Produkte (insbesondere die Angebote des Tages oder die Produkte innerhalb einer Produktwoche), die genauso gut sind wie die im klassischen Handel, dann so günstig?


Man müsste anders fragen: Warum sind die kosmetischen Produkte im Handel oft so teuer, für den Normalbürger oft unerschwinglich? Insbesondere dann, wenn ma den Idealfall annimmt, dass das Produkt ja vom gleichen Käufer*in immer wieder nachgekauft werden sollte.


Bei den meisten kosmetischen Produkten sind nicht die Entwicklungskosten, die Zutaten oder die Produktion am teuersten, sondern die Marketingmaßnahmen um das Produkt beim Verbraucher bekannt zu machen, bzw. die Markenbekanntheit  auf  dem Markt zu festigen. Sage ich mal so überspitzt. Ad absurdum gibt es auch Kosmetikmarken, die so gut wie über kein Marketingbudget verfügen, trotzdem hohe Preise haben und man so die Betriebsausgaben über die dann verbleibende Gewinnspanne (wenn man das so sagen kann) ausgleicht.


Über kurz oder lang scharrt der Konkursverwalter da schon um die Ecke. Nachfrage steigert man durch vom Verbraucher bewerteten faire Preise. Bewertungsgrundlage ist die Qualität des Produktes, vor allen Dingen die Verträglichkeit, die Wirkung, aber auch  - um zum Erstkauf zu motivieren - wie bekannt die Marke ist - am besten zu erreichen über den  "mere-exposure-effect."


Marketing, Markenstärkung, Verkauf, Distribution


Bei den Kosmetikmarken, die im Homeshopping Sender verkauft werden, spart man sich als Kosmetikhersteller komplett die Marketingkosten. Sieht man einmal von den mehr oder weniger eigenständigen  Social Media Aktivitäten ab. Man teilt sich  als Hersteller lieber den Gewinn direkt mit dem Verkaufssender. Das funktioniert, wie man sieht sowohl bei großen Kosmetikherstellern, die unzählige weitere Verkaufskanäle haben, als auch (und geradezu als Chance) für Newcomer, die durch Ihre Präsenz im Verkaufssender  erstmalig eineMarke etablieren.  Durch die Partnerschaft  hat der Kosmetikhersteller sowohl Marketing, Markenstärkung, Verkauf und Distribution -  ähnlich einem typischen Outsourcing -  so an den Partner, den Homeshopping Kanal ausgelagert. Eine große Entlastung für die Kosmetikunternehmen, die sich so auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können: Philosophie,  Entwicklung, Packaging, Philosophie und Produktion der Kosmetikprodukte.


Wo viel Licht, da auch Schatten beim Homeshopping TV


Endlich komme ich jetzt zu den kritischen Punkten, die in etwa umschreiben, was ich bei meinen vielen "Besuchen" auf den Homeshopping Kanälen entdeckt und empfunden habe:


•  Erwarten Sie keine Wunder von den kosmetischen Produkten, keine Sensationen, keine sichtbare Wirkungen über Nacht, nach ein paar Tagen, nach Monaten.  Auch wenn man geschickter Weise Ihnen das gerne hier "souffliert."  Produkte die im Homeshopping Sender verkauft werden sind nicht schlechter, aber auch nicht besser, als die meisten Produkte, die Sie im Kosmetikhandel, bei Ihrer Kosmetikerin, in Drogerien und Parfümerien kaufen können. Ja ihre Haut wird sich verbessern in vielen Fällen. Viele Kosmetikprodukte sind durchaus in der Lage, dass sie die Haut mit mehr Feuchtigkeit versorgen und die Haut diese Feuchtigkeit auch besser speichern kann. Dadurch wirken Falten oft gemildert. Auch die Hautoberfläche kann sich  durch kosmetische Produkte verbessern. Doch das gilt für viele kosmetische Produkte, ob teuer ob günstig, ob bio oder vegan, ob im Homeshopping Kanal gekauft oder in der Drogerie oder Parfümerie.


• Schauen Sie sich die Haut am Hals und am Dekolleté einiger Präsenter beim Homeshopping an. Wenn diese Cremes, und die Leute sitzen ja geradezu an der Quelle, wirklich Wunder bewirken könnten, dann würden wir hier nur jungfräuliche Halspartien sehen und keine Falten, Falten Falten!


• Schauen Sie sich des Weiteren die Hände der agierenden Personen, auch der Hersteller /Designer an. Das wahre Alter einer Person erkennt man an den Händen. Wieso sieht man hier Altersflecken, Pigmentstörungen und eine Haut, die dem Alter der Personen entspricht! Als Hersteller kann man es sich leisten in den Produkten zu baden. Trotzdem haben diese dann genau diese  Auffälligkeiten, wogegen  die angebotenen (Wunder-) Cremes helfen sollen.


• Nicht falsch verstehen: Auch die Kosmetik die im Handel erhältlich ist, kann nicht mehr bewirken. Nur werden die Versprechungen dieser Hersteller nur gedruckt vermittelt und Papier ist bekannterweise geduldig, während beim Homeshopping die Versprechungen geradezu ins Gehirn der Zuseher einmassiert werden.


• Und ja, es gibt Repräsentantinnen in den Fünfzigern und Sechzigern, die im Homeshopping auftreten und eine Kosmetikmarke vertreten, die knackiger sind, eine glattere Haut haben und eine bessere Figur als mancher postpubertärer Teenie! Doch diese Frauen haben sich ihr Leben lang gepflegt, sind seelisch ausgeglichen und haben  die Sonne schon früh gemieden.  Sie haben sich vor UV Strahlen entsprechend geschützt, auf ihre Ernährung geachtet.  Sie haben mässig aber regelmässig Sport gemacht. Alles zusammen genommen, wird ein Schuh draus. Und mit Schuhen kennen sich doch die Damen ganz besonders gut aus.


• Ich habe im Laufe meiner Berufskarriere auch bei zwei Dermatologen  gearbeitet. Gottseidank leben die beiden noch und Gottseidank sehen sie nie diese Sendungen. Wären sie nämlich schon unter der Erde würden sie bei den Erklärungen wo, wie und weshalb die Kosmetikprodukte des jeweiligen Hersteller/Verkäufers wirken hören können, würden diese im Grab rotieren!


• Einige Aussagen "nach 30 Tagen 6000% mehr Feuchtigkeit in der Haut nach Verwendung einer Creme oder optische (man will ja nicht abgemahnt werden)  Faltentiefenreduktion innerhalb 3 Stunden um 50 %  usw... Blödsinn, einfach nur Blödsinn! Für die meisten Aussagen und Behauptungen, dass dieser und jener Stoffe eine positive Wirkung auf die Haut und die Hautgesundheit hätte, sind total aus der Luft gegriffen, es fehlt jeder wissenschaftlicher Nachweis.  Ja man kann mit speziellen Analysegeräte die Hautbeschaffenheit und die Feuchtigkeit messen. Ich bezweifle nur dass diese horrend angegebenen Zahlen auf einer seriösen Beurteilung mit diesen Analysetools beruhen, sondern eher "subjektiven Charakters" sind.


• Im Sommer wird ein Produkt speziell (nie war es so wichtig wie heute) zu dem Zweck  angeboten, die Haut zu pflegen um die strapazierte Haut zu pflegen oder "zu heilen." Als Begründung: Sonne verursacht Trockenheit, Wind und Wetter verursacht Trockenheit. Im Winter wird das gleiche Produkt angeboten, um die Sonnenschäden, durch halbwegs ungeschütztes Sonnenbaden, wieder rückgängig zu machen, bzw. um die Haut zu stärken, um sie für den Sommer, wenn mehr Haut gezeigt wird, wieder zeigen zu können.


• Blödsinn, einfach nur Blödsinn! Wer sich regelmässig, Jahr für Jahr ungehemmt der Sonne aussetzt, der zerstört durch das Einwirken der UV Strahlen nachhaltig die kollagenen und elastischen Fasern tief in der Haut! Zwar geht man davon aus, dass zwei Vitamine (C und Retinol) beim Aufbau von kollagenen Fasern wieder helfen können.  Auch

Fruchtsäuren - hochdosiert - können  in einem gewissen Maße minimale Sonnenschäden wieder ausgleichen.  Doch Fruchtsäuren in wirksamer Konzentration verursachen zu anfangs oft Hautirritationen.


Deshalb enthalten die dort angebotenen Produkte oft keine Fruchtsäuren in ausreichender Konzentration, weil ja immer wieder auf die "höchste Hautverträglichkeit" hingewiesen wird.  In der Realität sieht es ähnlich aus wie beim Retinol: Man tut gut daran (und dafür sind zumindest zu anfangs oder "Stufe1" mit diesen "harmlosen Fruchtsäurenpräparaten" zu beginnen und sich dann Produkte zu suchen, die einen ausgewiesenen Fruchtsäuren / Glycol Anteil in Prozent haben und man so von Zeit zu Zeit die Konzentration zu steigern. So verträgt man mit der Zeit auch hohe Fruchtsäuren Präparate mit bis zu 20 % (je nachdem ob man eine eher robustere, unempfindliche oder empfindlicher Haut hat) verträgt ohne Hautreaktionen befürchten zu müssen.


• Immer wieder höre ich die Repräsentanten, man könnte übermässigen, leichtfertigen, ungeschützten Sonnengenuss im Winter durch eine Creme oder eine Ampullenkur wieder ausgleichen. Das stimmt nicht! Was mutwillig zerstört wurde, lässt sich nur bedingt wieder reparieren. Dazu mehr im nächsten Absatz. UV Strahlen, die in die Haut eindringe, erzeugen freie Radikale und diese zerstören nachweislich die kollagenen und elastischen Fasern, verändern die Zellen, heißt können eine aktinische Keratose, eine Vorstufe von Hautkrebs auslösen oder eben Hautkrebs selbst. UV Strahlen und die chemischen Prozesse, die sie in der Haut bewirken, können sogar das Erbgut verändern.


• Einen Vorwurf, den ich nicht nur den Produkten im Homeshopping Sender, sondern allen Kosmetikmarken mache: Eine 24 Stundencreme anzubieten, die ohne UV Filter von mindestens 20 - 25 SPF hat, ist nicht mehr up-to-date!  Die Haut altert nicht nur durch intensive UV Strahlung im Sommer. Die stetige UV Strahlung rund ums Jahr verursacht die vorzeitige Alterung der Haut.


Die beste Antifaltencreme ist eine Sonnencreme, oder zumindest eine Tagespflege mit hohem Lichtschutzfaktor (20-25). Das Ozonloch, das gefährliche Strahlung wenig gefiltert auf die Erdoberfläche durchlässt, sitzt nicht nur über Australien und dem Südpool, sondern auch über dem europäischen Kontinent, und dieses gibt es eben nicht nur im Winter.


• In den Homeshopping Kosmetikprodukten wird von vielen Presentern darauf hingewiesen, dass Retinol eine der wirklich wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung auf die Kollagenbildung hat (es wird verwiesen auf 2000 wissenschaftliche Studien). Andererseits betont  man, dass in den Cremes, Seren und Lotions  nur "für alle verträgliches Retinol" verwendet wird. Sieht man dann in den Inci des Produktes nach, erkennt man, dass hier meist von "Retinyl Palmitate" die Rede ist. Eine der schwächsten und am wenigsten wirksamen Retinolderivate und somit kaum wirksam.


Alle Wirksamkeitsnachweise, Forschungen, dass Retinol durchaus zur Faltenglättung, zur Bildung von kollagenen Fasern und eventuell zum Aufbau von elastischen Fasern einen Beitrag leisten kann, erfolgte mit  "reinem und richtigem" Retinol oder sogar noch stärkeren Vitamin A Säuren Derivaten! Nicht mit Retinyl Palmitat. Wer ein wirksames Retinol Produkt verwenden will, dem bleibt nichts anderes übrig als mit gering dosierten  "reinem" Retinol in der Formulierung zu beginnen und die Haut so langsam über Monate und Jahre an die höheren Dosierungen zu gewöhnen.


• Glauben Sie nicht an die "Fachkenntnisse" die ihnen die Präsenter(innen), meist die Hersteller in Persona selbst suggerieren. Auch wenn diese Ihnen erzählen, die Produkte werden in eigenen Labors entwickelt. Diesen finanziellen Aufwand können sich solche, meist mittelständige Unternehmen gar nicht leisten. Meist lässt man in darauf spezialisierten eigenständigen Unternehmen, die die Entwicklungsarbeiten übernehmen entwickeln. Ausserdem sollte man sich kritisch fragen, warum gerade die Produkte die hier präsentiert werden, soviel besser sind als von zwei der größten Kosmetikherstellern der Welt mit einem zweistelligen Milliarden Umsatz pro Jahr, Estée Lauder, Beiersdorf und  L'Oreal? Haben die nur Dummköpfe beschäftigt?


• Betrifft die Aussagen der Kosmetik Industrie insgesamt, also nicht nur die Homeshopping Kosmetikmarken (nur niemand bezieht sich so lautstark und eindringlich auf deren Wirkung beim Anwender): Peptide! Diese "Botenstoffe oder hormonähnliche Substanzen"  bestehen aus bestimmten Proteine, die aus mehreren Aminosäuren bestehen, die durch Peptidverbindungen zusammengeschlossen sind.  Diesen Peptiden werden verschiedene Wunderwirkungen in der Haut zugesprochen, wie die Faltenglättung, sie sollen entzündungshemmend  sein, das Hautbild verfeinern oder die sie sollen die Fähigkeit besitzen Kollagen in der Haut anzuregen. Im Reagenzglas klappt das wunderbar.


Allerdings fehlt bis heute ein wissenschaftlicher Nachweis von unabhängigen Labors (bis jetzt kenne ich nur die Lobhudeleien der Hersteller und ihre "positiven Forschungsergebnisse.") Wer mir nicht glaubt, kann diese Aussage gerne auf der Homepage von Beyer & Söhne nachlesen. Das Problem besteht  darin, dass Peptide zwar in die Haut eindringen können, dann aber bevor sie zu ihrem Bestimmungsort gelangen, von Enzymen in der Haut (das natürliche Abwehrzentrum, das die Haut vor eindringenden Stoffen wirksam schützt) angegriffen und zerstört werden. Wahrscheinlich sind Peptide wirkungslos, sollte nicht durch unabhängige Studien das Gegenteil bewiesen werden.


• Ähnlich sieht es mit Kollagen in Cremes aus. Ich nehme Kollagen (Typ1,2,3) als Nahrungsergänzung ein, wohlwissend, dass auch hier die Beweislage schwach ist, dass das hydrolisierte Kollagen an seinen Bestimmungsort kommen könnte. Bestimmungsort für die Kollagene sind die Gelenke (weshalb viele Arthrose Patienten auf die Einnahme und die Wirkung (Schmerzreduktion bei Bewegung schwören) und die Hautzellen. Kollagen wird von den Magensäfte in seine Aminobaustein zerlegt. So würde es keinen Unterschied machen, ob man Kollagen in purer Form zu sich nimmt, oder eben ein Glas Milch oder ein Steak! Wobei sich hier die Fachwelt noch streitet, ob nicht "hydrolisiertes Collagen" doch irgendwie an den gewünschten Ort der Bestimmung gelangt. Sei es drum. Schaden kann es nicht (es sind immerhin Proteine / Aminosäuren die so oder so dem Körper gut tun) und die Kosten halten sich in Grenzen, etwa 10 € pro Monat. Für den Preis darf man zur Not auch einem "Aberglauben" aufsitzen.


Äußerlich Kollagen in einer Creme zu verwenden ist absoluter Blödsinn. Denn die Kollagenmoleküle sind viel, viel, viel zu groß um in die Haut eindringen zu können und so irgendeine langfristige Verbesserung zu erreichen. Die einzige kurzzeitige Wirkung von Kollagen in Cremes, es legt sich auf die Haut und kann solange es sich da befindet, die Haut vor übermässigem Feuchtigkeitsverlust schützen! Die einzigen Wirkstoffe, die wissenschaftlich nachgewiesen, die Kollagenbildung anregen können sind topisch, also auf die Haut aufgebrachtes, Vitamin C und reines Retinol oder noch stärkere  verschreibungspflichtige Derivate der Vitamin A Säure.


Stammzellen in kosmetischen Produkten.

Der Angriff auf die Schöpfungslehre und die Bibel


Noch viel weniger wirkungsvoll  mit einer noch "verzweifelteren Datenlage", damit meine ich, es gibt keine wissenschaftliche Nachweise und widerspricht geradezu der Schöpfungslehre, Kosmetikprodukte mit Stammzellen-Technologie, die wiederum auch im freien Handel, aber eben auch wieder mit viel "Grandezza" im Verkaufsfernsehen angeboten werden und wahre Wunder bewirken sollen. Diese "Stammzellen" sind nicht aus der Nabelschnur Neugeborener filtriert, sondern stammen aus der Pflanzenwelt.


Bekannt sind Stammzellen aus einer Schweizer Apfelsorte, auch Stammzellen aus Rosen werden in der Kosmetikindustrie verwendet. So wenig wie es möglich ist, einen Hund mit einer Katze oder einen Elefanten mit einer Giraffe zu kreuzen, genauso wenig können Stammzellen aus einer Pflanze in einem menschlichen oder tierischen Körper irgendeine Wirkung haben!  Diese würden vom humanen Immunsystem sofort unschädlich gemacht.