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Selbsständig als Kosmetikerin? - Besser nicht!








Selbsständig als Kosmetikerin? - Besser nicht!

Ich hatte kürzlich zwei Artikel gelesen, die in mir die Frage aufkommen ließen: Haben Kosmetikerinnen, die sich mit einem Beauty-Institut / Kosmetikstudio selbstständig machen möchten ein einigermaßen erquickliches Einkommen?


Der erste Artikel stammt aus der Spa & Beauty: „Selbständig als Kosmetikerin - Fluch oder Segen?“ Dieser ist auch online erschienen und bei Kosmetik & Pflege nachzulesen: "Selbständig als Kosmetikerin“


Stutzig macht ja bereits der erste Satz, der die ganze Schwäche der Kosmetikbranche charakterisiert: „Halt! Bitte überspringen Sie diesen Artikel nicht, nur weil Sie wissen, dass Sie Ihren Traumberuf schon gefunden haben Bedauerlicherweise wird über diese Themen im Rahmen der Ausbildung viel zu wenig Wissen vermittelt


Traumberuf Kosmetikerin


Ich sinniere: Der Traumberuf jeden kleinen Mädels dürfte „Prinzessin“ gewesen sein. Mit den Jahren werden die Berufswünsche dann schon konkreter, bei vielen dürfte spätestens mit Eintritt ins Barbie Puppenalter (aus dem nur die wenigsten auch mit fortgeschrittenem Alter ganz entfliehen können) „Kosmetikerin“ zu den Favoriten gehören. Diese „Stimmungslage“  angeheizt durch die vielen Youtuberinnen und Bloggerinnen mit Schminktipps mit der Zielgruppe 12 Jahre aufwärts. Sein Hobby, stundenlang sich selbst zu schminken zum Beruf machen?  


Ist das wirklich die Realität?


Kosmetikerin als Traumberuf? Da scheint einiges im Wandel zu sein. Scheinbar hat es sich herumgesprochen oder man bekam vom Arbeitsvermittler die Auskunft, dass man selbst als ausgebildete Kosmetikerin kaum ein einträgliches Einkommen hat. Die heutige Jugend weiß im Gegensatz zu früher, den Wert des Geldes zu schätzen, Zalando, Apple und Amazon sei Dank. Auch wenn der Prinzessinnentraum nicht ausgeträumt ist, was man am florierenden Geschäft der Hochzeitsausstatter erkennen kann, möchten die jungen Damen heutzutage auf eigenen Füßen stehen und selbst in gelebten Beziehungen oder Ehe, nicht nur fürs Zubrot zuständig sein, ihr eigenes Geld verdienen um es auch wieder auszugeben.


Kein Wunder wenn der Nachwuchs fehlt


Anders ist die Bemerkung von Birgit Wolfhard im Editorial „Spa & Beauty“ nicht zu deuten, wenn sie davon spricht: „Bekommt die Branche den Nachwuchs, den sie braucht, um sich weiterhin gut entwickeln zu können? - Leider müssen wir die mit einem klaren Nein beantworten.“  Warum der Beruf der Kosmetikerin - auf den zweiten Blick, dann für viele doch nicht mehr so interessant erscheint, liegt vielleicht auch daran, dass zwar Kosmetikprodukte, die insbesondere in großen einen gewissen Luxus ausstrahlen, Kosmetikstudios davon jedoch nur in den seltensten Fällen davon profitieren können.  


Die besten Lagen sind teuer


Viele, die sich dann trotz allem Für und Wider für das Berufsbild der Kosmetikerin entschlossen haben, hegen oft nach ihrer Ausbildung den Wunsch eines eigenen Kosmetikstudios, oder größter gedacht, eines Kosmetik-Institutes. Zwar wird in Fachzeitschriften immer wieder Lage, Lage, Lage als wichtiger Wettbewerbsfaktor gesehen, doch können sich die meisten Kosmetikerinnen die exorbitant hohen Mieten in Fußgängerzonen und besten Lagen gar nicht leisten.  


Hohe Investitionen


Zudem werden solchen Lagen hohe Investitionen in die Aussen- und Innengestaltung erwartet. Ein Businessplan, den man im Zuge einer geplanten Selbständigkeit dann seiner Bank präsentieren muss, bringt dann so machen Investitionswilligen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.


Was die Kosten eines Kosmetikinstitut Start Ups zudem in die Höhe treibt ist die apparative Ausstattung in Form eines ganzen Maschinenparks , ohne die - zumindest wird das den Kosmetikerinnen suggeriert - nicht geht. Die großen Beautymessen werden nicht nur über die Messe-Boots der Kosmetikhersteller belegt und finanziert, sondern insbesondere über die Ausstatter, der Kosmetik-Industrie, für Kosmetikstudios.


Überzeugt man auf diesen Messen eine Kosmetikerin sich selbständig zu machen, ein eigenes Kosmetikstudio zu eröffnen, so sind diese Unternehmen, die ersten die Geld verdienen.  Es ist ja nicht nur die Behandlungsliege und das Vapozone /Dampfgerät. Über Jahre hat man in der Branche das Berufsbild einer Kosmetikerin neu definiert.


So wurde den Kosmetikerinnen in den Berufs- und Fachschulen zwar wenig, viel zu wenig betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt, dafür aber umso mehr, dass eine Kosmetikerin, wenn sie denn nicht einen ganzen Maschinenpark um sich versammelt (Dermabrasion, Micro Needling, Mesotherapie, Ultraschall, Reizstrom, etc. )  auch dank der Industrielobby, nicht ernst genommen wird.


Schicksalhaft könnte man es bezeichnen, dass sich Kosmetikerinnen mit möglichst umfangreichen Hardware, ja klinikmässiger Ausstattung ja schon fast wie kleine Dermatologen erscheinen möchten. Schade, dass über solche "Offensichtlichkeiten" das Selbstbewusstsein der Kosmetikerinnen gepuscht wird und nicht darüber, dass betriebswirtschaftliche und Marketing Kenntnisse eine  langfristige zufriedenstellende Lebenskarriere gewährleisten.


Zudem ist es immer so: Je mehr Geräte im Einsatz sind, desto weniger Zuwendung erfährt der Kunde. Gerade der Verlass und die Konzentration über die vermeintliche, überlegene Wirkungsweise von Apparaturen ist in Zweifel zu ziehen. Zumal die Wirkungen vieler dieser gerätegestützten Behandlungen entweder nur wenige Tage anhalten oder eben nur fauler Zauber sind.


Hier kommen in Zukunft weitere Kosten durch Schulungen bezüglich der „Neuen Strahlenschutzerordnung (NISV)"  auf die Kosmetikerin zu.


Selbständige, die neuen Niedriglöhner


Im oben verlinkten Artikel „Selbstständig als Kosmetikerin“ wird deutlich, wie dünn die Finanzdecke  - auch im laufenden Betrieb - eines Kosmetikinstitutes ist. So wurde ausgerechnet, dass bei 4 Behandlungen pro Tag bei einer 40 Stundenwoche  und einem monatlichen Umsatz von 5000 € inklusive 20 % Produkteverkauf, der Gewinn gerade einmal bei knapp 1000 € liegt. Wie heißt es so schön im Volksmund:


Zu wenig zum Leben, zuviel zum Sterben. Siehe Artikel in der Welt: "Selbständige sind die neuen Niedriglöhner."  „Es gibt eben auch eine Menge Existenzgründer am unteren Rand der Einkommensskala“…Kosmetikerinnen, die ihre Dienste zu Schleuderpreisen anbieten.


Dieser ließe sich nur durch verschiedene Maßnahmen steigern. Eine der Möglichkeiten wäre somit, die Behandlungspreise zu erhöhen, sprich statt einer 75 minütigen Behandlung statt 60 € dann 93 € zu erheben um das Betriebsergebnis um 2000 € zu heben und so ein halbwegs akzeptables Einkommen zu ermöglichen.


Der Tipp die Arbeitszeit zu erhöhen macht nur dann Sinn, wenn auch mehr Nachfrage besteht, heißt die Mehrzeit, die zur Verfügung gestellt wird auch mit Kundenterminen belegt werden kann. Neben ihrem beruflichen und geschäftlichen Sinn sind auch hier noch Talente im Marketing unabdingbar.


Eine weitere Möglichkeit wäre die Steigerung des Betriebsergebnisses durch eine Verbesserung des Produkteverkaufs. Dabei gilt es zu bedenken, dass die deutsche Frau, so ein Artikel in der Brigitte, wenn man Gesichtspflege, Körperpflege und Dekorative addiert 300 € pro Jahr in ihre Schönheit investiert.


300 Euro pro Jahr, dieser Wert ist aber nur realistisch, wenn die Käuferin sich nicht ausschließlich bei teurer Markenware in der Parfümerie und der Kosmetikerin ihres Vertrauens ersteht, sondern ein Großteil in den ortsansässigen Drogeriemärkten für den täglichen Bedarf kauft. Verbessert die Kosmetikerin ihre Verkäufe, heißt das zwangsläufig, dass die Kundin ihr Budget für ihren jährlichen kosmetischen Bedarf erhöhen muss. Das muss man sich erst einmal leisten können und wollen.


Keine Lösung stellt  in den meisten Fällen der Ansatz dar, weitere Behandlungsplätze einzurichten und Mitarbeiter einzustellen. Hier steigen die Fixkosten erst einmal exorbitant bei gleichzeitigem prozentual fallendem Betriebsergebnis.