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Mit der professionellen Kosmetikbranche habe ich ja nur "am Rande" zu tun. Einige Jahre habe ich im Inland und Ausland in der Hotellerie gearbeitet, einige Zeit auch in Wellnessbereichen von 4 und 5 Sterne Hotels, wobei man hier eher auf meine Profession als Physiotherapeut Gebrauch machte. Trotzdem konnte man durch Kundenkontakt und dem Austausch mit den Kollegen aus den Beauty-Abteilungen einige Erfahrungen sammeln.


Zudem bin ich inzwischen in einem Alter, in dem man als Mann mehr und mehr Wert darauf legen muss, weder zerknittert noch verbraucht auszusehen. Modisch frisch aus dem Ei des Herrenausstatters gepellt, das reicht schon lange nicht mehr, wenn man als Mann im Geschäftsleben "gut ankommen will."  


Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, doch mit etwas Aufwand, regelmässigem Sport, einer "optimierten Ernährung"  und ein wenig wissenschaftlichem Verständnis (das muss unbedingt sein auf diesen "Fachbereichen", Ernährung, Sport und auch Dermatologie ), kann ein Mann nicht nur in jedem Alter extrem fit und leistungesfähig sein, sondern eben auch so aussehen. Ausgeruht  wie nach einem Urlaub, wach, wie nach einem Wochenende an dem Schlaf, Muße und Kontemplation auf dem Stundenplan stand. Das ist möglich und erreichbar.  


Effizienz, Wirksamkeit und Nachprüfbarkeit


Es mag ein Vorurteil sein oder bin ich deshalb gleich ein Macho, wenn ich behaupte, dass bei Männern, wenn es weniger um Eitelkeit, aber um Kosmetik, Erscheinungsbild, Auftreten und Aussehen geht, sich auch in diesem  Bereich die Effizienz, Wirksamkeit und Nachprüfbarkeit geht und weniger darum (und für mich eher weiblich) "ein gutes Gefühl" vermittelt zu bekommen, sich "wohl zu fühlen" oder "sich etwas Gutes zu tun."  (Falls Frauen diese Zeilen lesen, wird diesen somit klar, dass nicht nur Männer einige Schwierigkeiten haben Frauen zu verstehen, sondern dass dieses auch umgekehrt zutrifft).


Bis vor wenigen Jahren hatte ich kaum kosmetische Produkte verwendet, ich kann mich nicht einmal an die Verwendung einer Marke einer Gesichtscreme oder Lotion erinnern.


Moderne Ilusionskünstler in der Kosmetik


Meinen Standpunkt, dass ich Kosmetikbranche und hier meine ich nicht nur die Hersteller von kosmetischen Produkten, sondern auch die sogenannte Fachpresse, die Ausbildungsinstitute für Kosmetikerinnen und insbesondere die Industrie der apparativen Kosmetik. Insgesamt werden Milliarden hier umgesetzt mit meist wenig wissenschaftlich fundierten Theorien und Behauptungen, mit einem Riesen-Bohei und Inszenierungen, barocken, höfischen Zerimonienmeistern gleich -  die den größten Illusionisten und Magier Houdini vor Neid erblassen lassen würde, hätte er nicht 1926 das Zeitliche gesegnet.


Fachkosmetik Magazin und Zeitschriften


Diese erhalten ausschließlich Kosmetikerinnen und Beauty-Institute. Ich erhalte diese, weil ich vor einigen Jahren eine Veranstaltung in der Hotellerie verantwortet hatte und anscheinend immer noch auf der Mailingliste stehe. Was mir hier aufgefallen ist, und man möge mir gerne das Gegenteil beweisen, dass in diesen Magazinen (fast) ausschließlich makellose perfekte Gesichter mit makelloser zu sehen sind, ob jetzt in Verbindung mit einer Werbeanzeige oder einem redaktionellen Artikel.


Dabei sollte jedem klar sein: So etwas gibt es nicht. Nicht einmal durch den Einsatz eines Visagisten kann ein Gesicht so perfekt und die Haut so makellos sein, zumal die Gesichter immer in Großaufnahme gezeigt werden! Um es noch deutlicher sagen, nicht mal der bestbezahlte, bekannteste, von Filmdiven abgöttisch geliebte  und "hin-pilgerungswürdige" Schönheits-Chirurg in Hollywood bringt solche Ergebnisse zustande.  Des Rätsels Lösung: Die Fotos der "digitalen Schönheiten" werden mit Photoshop malträtiert, und zwar was das Zeug hält! Das Allerschlimmste daran: Frauen werden so Vorbilder indoktriniert, die niemals von diesen selbst erreicht werden kann.


Die heile Kosmetik Welt will betrogen sein?


Das mutet schon sehr seltsam an und müsste doch eigentlich den fachlich versierten Lesern und eben Kosmetik-Fachleuten längst aufgefallen sein.


In welche Zwangslage lassen sich eigentlich da die "kleinen Kosmetikerinnen" in Stadt und Land bringen. Glauben sie wirklich, dass ihnen gottgleich die Werkzeuge, Tinkturen, Cremes, Seren und Möglichkeiten gegeben sind, um das perfekte Gesicht bei ihren Kundinnen zu "schaffen?"


Alle Kosmetikerinnen die diese Zeilen lesen und mir partout nicht glauben wollen, dass das schönste Gesicht, der perfekte Teint zwar machbar ist, aber eben nicht mit keinem kosmetischen Mittel der Welt, dafür aber ganz einfach mit Photoshop, dem seien die Demonstrationen  der Fotografin Anna Hill  empfohlen. Ihr reichte es nämlich: Sie konnte sich die mit Photoshop verfälschten Kosmetik-Werbeplakate nicht länger ansehen und drehte den Spieß um.


Gigi Hadid erkennt sich selbst nicht mehr


Hier ein weiteres Beispiel, auf das ein Artikel auf dem Stern aufmerksam macht: Gigi Hadid: Photoshop-Wahnsinn auf Magazin-Cover! "Denn Hadid wurde so stark retuschiert, dass nur noch vereinzelte Züge an ihr eigentliches Gesicht erinnern. Die Nase wirkt länger, die Gesichtsform schmaler. Ihre Wangenknochen - eigentlich eines ihrer Markenzeichen - wurden für die Produktion ebenfalls verändert. Hadids Augen und Augenbrauen sind wohl die einzigen Features, die verraten, dass es sich bei dem Fotomodell auf dem Titel um das Supermodel handelt." Und nicht nur das, der Hautton des bleichen Modells wurde dann auch noch gleich mehrere Stufen dunkler gemacht, worauf Fans fragten, warum man dann nicht gleich ein farbiges Modell genommen hat


Beauty Retuschen und "digitale Kosmetik"


Dass Konsumenten von der Kosmetikbranche sein Jahren mit falschen Werbeversprechen und bearbeiteten Plakaten, mit Gesichtern, die kaum noch etwas mit  dem Original zu tun haben (Ich empfehle hier den Artikel in der Süddeutschen: "Was wären wir ohne Photoshop") und jeden Schönheitschirurgen vor Neid erblassen lassen, ist ja nichts Neues. Und wenn bei diesen Praktiken selbst chirurgisch arbeitende Beauty Kliniken zugeben, nicht mithalten zu können, da glaubt man Kosmetikerinnen mit Beauty Retuschen und "digitaler Kosmetik" weiß machen zu können, sie könnten diese Idealvorstellungen bei ihren Kundinnen umsetzen?


In jeder Kosmetikerin steckt ein kleiner Dermatologe?


Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn man die Idealvorstellungen der Raumausstatter für Kosmetikinstitute sich anschaut.  Nichts dagegen zu sagen, daß wenn man sein halbes Leben an seinem Arbeitsplatz verbringt und man die Chance hat seinen Arbeitsplatz, sein gesamtes Arbeitsumfeld selbst zu gestalten, dass man es sich so schön wie möglich macht. Eben nicht nur zum Gefallen des Kunden, sonder auch um sich selbst wohlzufühlen.


Doch wenn man den Bildern in den Katalogen der Kosmetikstudio-Einrichter folgt, erinnert die Einrichtung mehr und mehr einem OP Saal, die monströse multifunktionale Behandlungsliege im zentralen Blick, in dem Operationen am offenen Herzen durchgeführt werden sollen.


Ich kenne berühmte Schönheitskliniken die wesentlich weniger „augen-steril“ eingerichtet sind. Und ob ich mich als Beauty-Kunde  jetzt wirklich wohlfühle, in einer Atmosphäre, die mich an die Praxis meines Nobel-Zahnarztes erinnert, mag dahingestellt sein. Vielleicht ist dieser Aufwand ja dem Umstand geschuldet, dass sich eine Kosmetikerin mit ihrem Berufsstand sich nahe dem eines Dermatolgen wähnt - und sogar noch Wunder vollbringen kann.


Der Glaube kann viel bewirken zum Beispiel das überlaufen der milliardenschweren Konten der katholischen Kirche, vielleicht hat der Glaube verfehlt der Glaube auch hier nicht seine Wirkung.


Die apparative Ausstattung eines Kosmetikinstituts


Es ist direkt atemberaubend und lässt selbst einem Finanzjongleur vermutlich den Atem stillstehen, wenn man auf einer Beauty-Fachmesse oder in einem Beauty Fachmagazin  sieht, welche Geräte und Geräteausstattungen für Beautybehandlungen den Kosmetikerinnen als unbedingt notwendig nahegebracht werden.  


Wo sind die Zeiten einer Rosel Heim (Ihre Enkelinnen führen das Vermächtnis von Rosel Heim weiter, bzw. haben auf dieser Basis „nature + science“ Produkte entwickelt, die ich jedem Kosmetikstudio ans Herz legen würde), deren Produkte Sans Soucis zu damaligen  Zeiten in Lizenz fertigte, geblieben, als ein Bedampfer das Nonplusultra und Herzstück eines Kosmetikstudio war?


Nein, heutzutage muss eine Kosmetikerin um ernst genommen zu werden (nicht von den Kunden, die haben ganz andere Beurteilungskriterien wie Atmosphäre und ob ihnen die Behandlung gut tut) von den Kollegen und Fachkreisen. Wer einen großen Gerätepark sein eigen nennt, der kann was?


     -     Iontophorese


Zur Einschleusung von Wirkstoffen durch die Anwendung eines galvanischen Gleichstroms. Laut Wikipedia ist Iontophorese ein medizinisches (!) Verfahren zur Rezeption von Arzneistoffen (!) durch die Haut unter Anwendung eines schwachen elektrischen Gleichstromes. Die Iontophorese findet auch Anwendung bei partieller Hyperhidrosis (übermässigem Schwitzen). In der Kosmetik wird die Iontophorese eingesetzt um eine Deskrustiation (Reinigung der Haut) durchzuführen oder zur Faltenminderung, in dem man  beispielsweise Hyaluron in tiefere Hautschichten einzubringen versucht.


     

     -     Hochfrequenzgeräte


Nutzung von Hochfrequenz Entladungen in einer gasgefüllten Glaselektrode.  Da heißt es in Beschreibungen, zur Desinfektion der Hautoberfläche, Anregung der Blutzirkulation um die Selbstheilung der Haut zu verstärken, zur Sauerstoffsättigung der Haut (da möchte ich gleich ein paar Fragezeichen anfügen, zumal hier wie auch bei vielen anderen Apparaten und deren Anwendung in der Kosmetik oft wissenschaftliche fundierte Aussagen nicht im World Wide Web zu finden sind)


     

     -     Kryolipolyse


Eine Art „Kältemaschine“ die man an den Kunden „anschliesst“ und die Behandlung  zur Umfangreduktion beitragen soll. Heißt profan ausgedrückt, man friert die Fettzellen ein und glaubt, dass der Körper im Anschluss mit der Tiefkühlware nix anfangen kann.


Bei Wikipedia habe ich dann folgendes gefunden: "Die Reduzierung der Fettpolster tritt lt. Herstellerangaben nach 8–16 Wochen ein. Die Methode ist in den USA zur Behandlung von Fettpolstern und für andere Anwendungsgebiete wie Hautkühlung zugelassen. Sie wirkt am besten bei schlanken Personen mit geringen lokalen Fettpolstern. Die Preisangaben des Herstellers in den USA liegen bei $ 800,- pro Behandlung, zur symmetrischen Verminderung von taillennahen Fettpolstern sind vier Behandlungen mit Gesamtkosten von ca. $ 3.200,- erforderlich" - Eine partielle Fettabsaugung dürfte da auch nicht wesentlich teurer sein.


Zu einer Kryolipolyse werden sich vorraussichtlich Personen entscheiden, die eine nicht invasive Behandlungsmethode einer Fettabsaugung, die zugegebener Maßen mit Komplikationen behaftet sein kann, vorziehen. Doch eine Kryolipolyse ist nicht unbedingt nebenwirkungsfrei. So werden bei Wikipedia Blutergüsse, Hautrötungen und Taubheitsgefühl beschrieben, die nach einer Woche meist abklingen. Auch schwerwiegendere "Veletzungen" wie Kältebrand der Haut sind durchaus möglich.


Allerdings würde ich eine Kryolipolyse Behandlung immer nur und ausschließlich unter ärztlicher Betreuung in einer dermatologischen Fachklinik durchführen lassen und niemals bei einer Kosmetikerin. Als Beispiel möchte ich hier das Ethianum Heidelberg aufführen, in dem solche Kryolipolyse Behandlungen regelmässig standfinden, diem edizinischen Mitarbeiter über die Routine verfügen, die notwendig ist, um sicher und komplikationsfrei die für den Patienten oder Kunden notwendigen Resultate zu erzielen.


- Ultraschall oder Unterdruck


Aber da gibt es ja noch weitere „hochwissenschaftliche Geräte“ die der Figur dienlich und förderlich sein sollen, Ultraschall oder Unterdruck oder partielle apparative Massagen als Vakuum-Anwendung (man muss sich das wie ein Massagegerät mit angeschlossenem Staubsauger vorstellen) ein moderner Tausendsassa, der nicht nur die Cellulite vermindern, sondern auch noch gleichzeitig den Körperumfang reduzieren soll.  


Was das zu erzielende Ergebnis so teuer macht, ist die Tatsache, dass man für eine gewisse Zeit zu Anfang wöchentlich oder zweiwöchentlich eine Behandlung benötigt, später müssen dann, um das Resultat aufrecht zu erhalten, in größeren Abständen dann ab und an weitere Behandlungen erfolgen.  Meine Kritik daran ist, dass man in einem Jahr ungefähr genauso viel Geld ausgegeben hat, wie für eine professionelle Fettabsaugung in einer Schönheitsklinik. Es macht also keinen Sinn, ausser man fürchtet sich vor dem invasiven Eingriff einer Schönheitsoperation.


-  Radiofrequenztherapie


Es gab Zeiten, da gab es Bürgerinitiativen, dass bloss (Funkloch hin oder her) kein Handymast  aufgestellt wird im Einzug eines bäuerlichen Dorfes, weil die Bürger Ängste hatten, dass die Funkwellen ihre Gesundheit beeinträchtigen.  Andere verteufeln bis heute den Gebrauch eines Mikrowellenherdes in der Küche. Wieder andere achten darauf, dass ihr Bett nicht nahe einer Stromader gelegen ist.


Und dann schlägt man die Seite von Harper Bazars auf und liest die Schlagzeile, bezogen unter anderem auf einen "It-Girl" mit den Anfangsbuchstaben KK:  "Warum Stars auf Radiofrequenz- wellen für jung aussehende Haut schwören." – Übrigens die gleiche Frauenzeitschrift in der auch "lesens- und erinnerungswürdige"  Artikel mit Überschriften wie: "Ist Schafplazenta die Lösung gegen Falten?"  oder: "Ist künstliche Intelligenz der Schlüssel zur perfekten Haut?" – Nun zumindest wissen wir jetzt warum die Printbranche ziemlich tief in der Bredouille sitzt, und bestimmte Zeitschriften nicht mehr gekauft, sondern höchstens noch mit nassem Kopf beim Friseur gelesen werden.  Jetzt aber mal ernsthaft:


Radiofrequenz in der Kosmetik


Bei der Radiofrequenz Technik werden die Radiofrequenzwellen dazu eingesetzt um im tieferliegenden Hautgewebe Hitze zu erzeugen um die Kollagen- und Elastinfasern  Produktion der Haut, die einen sind für die Stabilität des Hautgewebes, die anderen Fasern für die Elastizität der Haut verantwortlich, anzuregen. Zudem verspricht man sich vom Einsatz der Radiofrequenz in der Dermatologie einen schnelleren Turnover bei der Zellregeneration um so die Haut zu festigen, zu stärken und jugendlicher wirken zu lassen. Radiofrequenzen werden in der Dermatologie oft dem Laser vorgezogen, da sie bei der Behandlung von feinen Linien und Falten, die durch UV Strahlenschäden entstanden sind, mit weniger Nebenwrikungen verbunden sind. Bisher gibt es aber keine ausreichende Studienlage, vor allen Dingen keine unabhängige, neutrale Studien, die die Wirksamkeit der der Radiofrequenzwellen auf die Haut nachweisen. Dazu empfehle ich die folgende Literatur: "Radiofrequency for the treatment of skin laxity: Myth or truth?"


Stammzellen-Kosmetik


Es klingt zu schön um wahr zu sein und ist es aller Voraussicht auch nicht. Stammzellen, bei diesem Begriff horcht man gleich auf. Verbindet man mit dem Begriff doch neueste wissenschaftlicher Erkenntnisse. Stammzellen .... wie war das noch gleich, ja in der humanmedizinischen Forschung  findet man dafür Verwendung:


Die Stammzellenforschung


Hier kennt man vor allem die "embryonalen Stammzellen." Es handelt sich dabei um Zellen, die sich aufgrund dessen, dass sie nur wenig Differenzierung besitzen sich  in jegliche Zellenart  oder Gewebe verwandeln können. Durch mitotische Teilung können aus Stammzellen  weitere Stammzellen gebildet werden oder durch eine weitergehende Differenzierung eben spezialisierte Zellen werden. Diese Spezialisierung richtet sich nach dem Ort an dem sich die Stammzellen befinden oder eingebracht werden (daran arbeitet die Forschung) . Zudem gibt es im menschlichen Körper noch "adulte" Stammzellen, die jedoch nur zu bestimmten, festgelegten Zellarten entwickeln.


Pflanzliche Stammzellen


Pflanzen besitzen ebenfalls Stammzellen, im Wurzelmeristem und im Apikelmeristem an der Spitze der Pflanzensprosse. Die Kosmetik-Industrie hat dann auf ihre Art den Versuch gestartet, die "Stammzellenforschung" voranzutreiben.  Angefangen hat alles mit Apfelstammzellen eines speziellen, in der Schweiz beheimateten Apfelbaums, dann gibt es Cremes in denen Alpenrosenstammzellen ihre Wirkung entfalten sollen. Und kürzlich erst bei einem Verkaufssender im Fernsehen gesehen, werden auch Stammzellen aus Edelweiß gewonnen und sollen ihre Wunderwirkung haben, insbesondere der Hautalterung, entgegen wirken,  sprich Anti-Aging. Lesen Sie davon einfach mehr auf der Webseite einer Forschungsärztin auf dem Gebiet der kosmetischen Dermatologie: "Ein Hautpflegeprodukt mit Stammzellen ist Unsinn. Es kann nicht wirken."


Peptide und Tri-Peptide Kosmetik


Es gibt bisher wenig wissenschaftliche Studien, die nachweisen können dass Peptide topisch auf die Haut aufgebracht, überhaupt dorthin gelangen können wo sie hin sollen und somit auch keine Wirkung haben können.  Was die Kosmetik-Industrie aber nicht davon abhält, viele dieser Inhaltsstoffe in ihre Cremes zu rühren, um ihre Produkte zu horrenden, unchristlichen, asozialen Preisen zu verkaufen. Andererseits lebt auch die Katholische Kirche recht gut, teilweise immer noch in Völlerei, vom "reinen" Glauben ...


Im Gegensatz dazu, sind die Wirkweisen von topisch aufgebrachtem  Retinol und Vitamin C  recht gut nachgewiesen. Aber anscheinend sind diese Inhaltsstoffe der Kosmetikbranche schon zu profan, so daß man sich entschlossen hat mit den Peptiden, wie mit den Stammzellen, ein paar neue Säue durchs Dorf zu treiben.


Basische Kosmetik


Nein, es ist noch nicht Schluss mit den neuen Ideen. Jetzt kommen die Erzieher der Beauty-Jünger auf den mysteriösen "Säuren-Basen-Haushalt", auf den sich auch viele Heilpraktiker eingeschworen haben. Sie merken schon, man muss sich langsam fragen, welche Marketingmitarbeiter in der Kosmetikbranche hier unerlaubt das Tollhaus verlassen durften.


Um es ganz klar zu sagen, und gerne verweise ich dabei auf meine Literaturquellen: Dass ein unausgeglichener Säuren Basenhaushalt Auswirkungen auf die Haut hat ist absoluter Blödsinn!  Grund: Es gibt bei einem auch nur halbwegs gesunden Menschen keinen unausgeglichenen Säuren-Basenhaushalt...



Ich zitiere hier gerne aus dem Artikel aus dem Spiegel: Mythos oder Medizin - Kann der Körper übersäuern?  "...  Säuren gelangen dann, abgepuffert ohne Schaden anzurichten beim pinkeln in die Toilette. Ablagern hingegen tun sie sich nicht, anders als häufig propagiert. ... Wer abwechslungreich isst, also neben dem Steak auch etwa Kartoffeln, Spinat oder Brokkoli, muss sich nicht um seinen Säure-Basen-Haushalt sorgen.


Gerne noch hier eine zweite Literaturquelle, Gesundheitsstadt Berlin: Mythos Übersäuerung:   "Die Alternativmedizin behauptet, dass viele Menschen übersäuert sind. Was ist dran an dieser These? Nicht viel. Der Grund ist, dass Menschen den Säure-Basen Haushalt Ihres Körpers sehr genau regeln können. ...Kann sich über einen längeren Zeitraum eine chronische Übersäuerung des Körpers einschleichen? Normalerweise nicht. Die Säure im Blut wird sehr präzise reguliert durch zwei Regulationssysteme. Zum einen über die Lunge, wir können Säure quasi abatmen und dadurch das Blut alkalischer machen. Das kann sehr schnell gehen, wenn wir zum Beispiel hyperventilieren. Das zweite System ist der Stoffwechsel. So scheidet zum Beispiel die Niere Säure aus, die wir mit der Nahrung aufgenommen haben.



Fruchtsäurenbehandlung


Ich erinnere mich an meine erste und zugegeben "harte" Fruchtsäurebehandlung die ich bei meinem Dermatologen machen ließ. Diese wurde erst durchgeführt, nachdem ich für etwa 6 Wochen zu Hause  eine Desensibilisierung mit geringen Fruchtsäure / Glycol Wirkstoffen durchgeführt hatte: 2 Wochen lang, dabei in der ersten Woche jeden zweiten Tag, in der zweiten Woche 5x  10 % Glycolsäure, 2 Wochen lang , dabei in den nächsten 2 Wochen  20 % Glycolsäure jeden zweiten Tag und in den letzten 2 Wochen jeweils zweimal pro Woche 30 % Glycolsäure.  Dauer je Anwendung: Mindestens 10 Minuten oder "solange man es aushält."  


Da  meine Haut diese Vorbehandlung gut tolleriert hatte, bekam ich dann in der Praxis des Dermatologen ein 60 prozentiges Fruchtsäure / Glycolsäure haltiges Produkt aufgetragen. Ja es war hart und es war auch schmerzhaft. Männer sind ja so sensibel. Aber was tut man nicht alles fürs gute Aussehen. Nach 20 Minuten (30 Minuten hätten es werden dürfen laut Dermatologen) musste ich dann unter Tränen abwinken.


Zuvor bin ich schon so auf der Behandlungsbank hin und hergerutscht, dass ich vermutete , sollte ich die Behandlung wiederholen, beim nächsten Mal bestimmt festgebunden  worden wäre.  Ware Dankbarkeit lernte ich, als mein Hautarzt die  Neutralisationslösung dann endlich aufgetragen hat, was sofort den Schmerz nahm.


Im Anschluss daran erhielt ich noch eine kühlende Maske, die tat gut, denn meine Gesichtshaut hatte immer noch Temperatur. Und zum Schluss gab es noch einen Sonnenblocker mit dem Ratschlag die nächsten Tage einen ausreichend hohen Sonnenschutz mit mindestens Sonnenschutzfaktor 50 zu wählen und trotzdem das Sonnenlicht tunlichst zu meiden, wie es ein Vampir gelernt hat.


Was ich damit sagen will: Kürzlich las ich in eben einer jenen Fachzeitschriften für Kosmetikerinnen, dass dort 15 % Fruchtsäurepeelings als Kabinettanwendung - also während einer Behandlung durch die Kosmetikerin empfohlen wurde.  15 % ?  Na sowas nenne ich mal harmlos!  Das darf doch nicht wahr sein! Was hält eigentlich die Kosmetik-Industrie von der fachlich fundierten mehrjährigen Ausbildung einer Kosmetikerin, wenn als Behandlung "auf der sicheren Seite" vermute ich mal, ein so mildes Fruchstäurepeeling dem Kunden teuer verkauft wird?












Die höchst verlogene Kosmetikbranche