LOHASHOTELS

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Sehr vielen Menschen fällt es schwer, auszuspannen und einmal nichts zu tun. Ständig muss etwas passieren, etwas geleistet werden. Untätigkeit wird als Stagnation und als Bedrohung erlebt. Doch wie gesund kann es sein, pausenlos unter Strom zu stehen? Um den Energie-Akku wieder aufzuladen, bedarf es Phasen der Stille. Und ja, das Loslassen und Ruhigwerden kann erlernt werden.


Gelassenheit ist alles andere als selbstverständlich und im Wesentlichen eine Typfrage. Glücklich darf derjenige sein, dem die Seelenruhe in die Wiege gelegt wurde. Andere haben dagegen ein nervöses Naturell, das sie dazu drängt, ihr Leben auf eine höhere Geschwindigkeit zu tunen. Sie fühlen sich erst wohl, wenn um sie herum ein Wirbelsturm von Aufgaben und Events tobt, wenn die Termine drängen und pausenlos etwas erledigt oder erlebt werden muss. Ihr natürliches Biotop ist die Überholspur. Und wie es bei allen natürlichen „Rasern“ so ist, nerven die „Schleicher“, die das Tempo nicht mitgehen können und den Hochbetrieb aufhalten. Wenn etwas nicht so läuft wie am Schnürchen, fahren sie schnell mal aus der Haut und machen ihrem Unmut Luft. Wie kann man nur so gemütlich auf seinen vier Buchstaben herumsitzen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen? Gelassene, entspannte oder langsame Menschen sind für die nervösen Raser ein rotes Tuch. Geduld zu üben, bis die anderen auch einmal so weit sind, ist für sie eine harte Prüfung.


Wege zur Gelassenheit, Kraft aus der Ruhe schöpfen

Unsere heutige Zeit kommt den Hochtempo-Typen sehr entgegen

Moderne Kommunikationsmittel, Maschinen und Apparaturen haben das Leben extrem beschleunigt. Im Handumdrehen kann (fast) alles erledigt werden. Das Problem ist nur: Je schneller sich das große Rad dreht, desto mehr fehlen die Phasen der Ruhe und des Innehaltens. Und wer darauf geeicht ist, immer nur mit dem Bleifuß auf dem Gaspedal durchs Leben zu stürmen, zahlt dafür häufig in späteren Lebensjahren einen gesundheitlichen Preis. Wird in jungen Jahren Stress vielleicht noch als Herausforderung und positiver Impuls erlebt, kann er sich im Laufe der Zeit und mit abnehmender Leistungskraft in eine permanente Überforderung verkehren. Die möglichen Folgen sind bekannt: Burnout, Depressionen, Herz-Kreislauf-Probleme, Schlafstörungen und anderes mehr. Auch innere Sinnkrisen sind nicht selten, wenn die Dauerhektik sich irgendwann als inhaltsarmer Selbstzweck enthüllt. Die Befähigung zum Loslassen ist dann eine wertvolle Gabe, welche helfen kann, die leergelaufene Batterie wieder aufzuladen.

Aus der Ruhe kommt die Kraft

Ein ausgeglichenes Leben benötigt den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. In der Entspannungsphase gewinnt man die Kraft für das neuerliche Durchstarten, und nach einer Phase angestrengter Tätigkeit legt sich beim Loslassen die Ruhe wie Balsam auf die übererregten Nerven. Vorausgesetzt, man ist überhaupt fähig zum Ruhigwerden und Relaxen. Doch auch das kann man lernen. Ganz wichtig ist es herauszufinden, welche Art des Entspannens einem persönlich am meisten zusagt. Während sich die einen mühelos zwei Stunden aufs Sofa legen können, um sich Tagträumen hinzugeben, ist für die anderen allein die Vorstellung unerträglich. Auch bewusst Musik zu hören oder einen Roman zu lesen, ist nicht jedermanns Sache. Wer also nicht in der Lage ist, sich in Ruhe zu entspannen, sollte eine Methode wählen, die Entspannung mit Bewegung vereint.


Eine große Macht auf das Gemüt übt die Natur aus. Es gehört daher zu effektivsten Entspannungsmethoden, auf geruhsamen Spaziergängen durch Wald und Flur die Stimmung der Natur und der Jahreszeiten auf sich wirken zu lassen, dem Gesang der Vögel zu lauschen und auch auf die kleinen Details am Wegrand zu achten. Damit wieder einmal nicht der innere Leistungszwang die Oberhand behält, sollte man auf jeglichen sportlichen Ehrgeiz verzichten. Ein Entspannungsspaziergang ist nicht das Gleiche wie Nordic Walking oder Jogging. Das können Sie auch zu anderer Gelegenheit tun. Verabschieden Sie sich einmal von der Diktatur des Nützlichkeitsdenkens! Wer erkennen lernt, dass nicht alles im Leben einem Zweck entsprechen oder zu einem bestimmten Ergebnis führen muss, der hat schon viel vom Wesen der Entspannung begriffen. Entspannung entspricht einem Zustand der vollkommenen Absichtslosigkeit. Achten Sie darauf: Sobald Sie wie ein Schnellzug durch den Wald schnaufen, schalten Sie bewusst zwei Gänge herunter! Sie müssen diesmal keine Rekorde brechen.

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Wege zur Gelassenheit: Loslassen ist erlernbar

Wenn man nicht jeden Tag Zeit und Lust hat, durchs Grüull Ÿne zu schlendern, kann man auch gut mit den treffend so benannten „Entspannungstechniken“ zur Ruhe kommen. Yoga, Tai-Chi, Qigong oder die Feldenkrais-Methode beispielsweise verbinden ebenfalls Bewegung mit Entspannung. Die Techniken sind nicht allzu schwer zu erlernen. Entsprechende Angebote und Kurse finden Sie beispielsweise bei jeder Volkshochschule. Durch den stetigen Wechsel von Anspannen und Loslassen entsteht eine Bahnung bzw. Prägung im Zentralnervensystem, die das Entspannen im Alltag erleichtert, sobald einige der Übungen wiederholt werden. Demselben Prinzip entsprechen auch z. B. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation oder Meditation, nur dass diese Techniken mit weniger Bewegung verbunden sind und daher nervös veranlagte Menschen schwerer den Einstieg finden.


Mit welcher Methodik man nun zu mehr innerer Gelassenheit findet, ist zweitrangig, nur sollte man versuchen, sich diese zur täglichen Gewohnheit zu machen. Denn nur dann findet ein stressmindernder Automatismus statt, der darin besteht, dass der Parasympathikus – der „Ruhenerv“ – aktiviert wird und sein stressiger Gegenspieler, der Sympathikus, endlich einmal Ruhe gibt. Auf der körperlichen Ebene wird der Muskeltonus verringert, die Reflextätigkeit vermindert, die peripheren Gefäße erweitert, die Herzfrequenz verlangsamt, der arterielle Blutdruck gesenkt, der Sauerstoffverbrauch reduziert, die Hautleitfähigkeit verringert und zentralnervös die hirnelektrische Aktivität verändert. Was nichts anderes heißt, als dass man sich wohl fühlt und dass Zufriedenheit und Gelassenheit einkehren.



Autor: Christian Schmid




Danke für die Bereitstellung des Artikels durch

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