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Volkskrankheit Kopfschmerz

Der Schädel brummt, die Schläfen pochen, es drückt, bohrt oder sticht. Man mag es fast kaum glauben, aber die Internationale Kopfschmerz Gesellschaft unterscheidet rund 250 verschiedene Kopfschmerztypen.


Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Fast jeder zweite Deutsche leidet regelmäßig unter Kopfschmerzen. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung klagen zumindest gelegentlich über Schädelbrummen. Erstaunlich ist, dass viele Patienten noch nie einen Arzt aufgesucht haben, um die Ursache ihrer Schmerzen abzuklären. Dabei lassen sich Kopfschmerzen gut behandeln, wenn bekannt ist, was der Auslöser ist.


Obwohl es so viele verschiedene Typen gibt, kommen vorwiegend zwei Arten des Kopfschmerzes vor: Etwa 54 Prozent der Betroffenen leiden unter dem so genannten Spannungskopfschmerz, 38 Prozent unter Migräne. Nur rund acht Prozent haben mit einer anderen Art des Kopfschmerzes zu tun.


Kopfschmerzen erkennen und behandeln


Die Symptome von Migräne und Spannungskopfschmerz sind meist recht leicht zu unterscheiden. An Spannungskopfschmerzen leidet etwa jeder zweite Erwachsene und fast ein Drittel der Kinder und Jugendlichen. Die Betroffenen beschreiben sie als dumpf-drückende Schmerzen im gesamten Kopf, ohne dass diese genauer zu lokalisieren wären. Stress und seelische Belastungssituationen, Wetterwechsel oder Arbeiten in angespannter Körperhaltung sind typische Auslöser für die Spannungskopfschmerzen.


Rund acht Millionen Menschen leiden in Deutschland an Migräne, wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Migräne zeigt sich als häufig wiederkehrende, heftige und anfallsweise auftretende Kopfschmerzattacke. Kennzeichnend für die Migräne ist, dass der Kopfschmerz nur halbseitig auftritt, wovon sich der Name herleitet (griechisch „hemikraira“ – halber Kopf). Der Schmerz ist pulsierend und wird begleitet von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Bisweilen geht dem Kopfschmerz eine so genannte „Aura“ voraus, darunter versteht man Sehstörungen wie beispielsweise Lichtblitze, Flimmern oder blinde Flecken im Gesichtsfeld. Auch Gleichgewichts- und Sprachstörungen können auftreten. Manche Menschen leiden nur zweimal pro Jahr an den Attacken, andere hingegen mehrmals im Monat. Hormonschwankungen und Stress, aber auch Wetterwechsel, Alkohol, Nikotin oder bestimmte Nahrungsmittel zählen zu den Auslösern, den so genannten Triggerfaktoren.


Behandlungsmöglichkeiten bei Kopfschmerzen


Die Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten für Kopfschmerzen ist sehr groß. Die medikamentöse Behandlung ist nur eine unter vielen, auch Entspannungstechniken oder alternativmedizinische Therapien führen häufig zum Erfolg. Der Griff zur Kopfschmerz-Tablette kann zwar rasch zur Besserung führen und ist bei akutem und starkem Schmerz auch zu empfehlen, doch bei chronischen und häufig wiederkehrenden Schmerzen können unterstützend auch andere Wege beschritten werden. So hat sich gezeigt, dass Akupunktur in der Prävention von Migräne-Attacken gute Dienste leistet. Entspannungstechniken und Körperübungen, beispielsweise Yoga, senken nicht nur den Stress-Level, sondern lösen auch die muskulären Verspannungen, die vor allem für den Spannungskopfschmerz verantwortlich sind. Von Kopfschmerzen häufig Betroffenen wird geraten, ein Kopfschmerz-Tagebuch zu führen, um dadurch die auslösenden Faktoren eingrenzen zu können. So können etwa Migräne-Patienten lernen, ihre „Trigger-Reize“ zu meiden.


Tipps gegen Schädelbrummen

Viel Bewegung

Frische Luft tut gut! Ein Spaziergang oder noch viel besser Sport im Freien beugt Kopfschmerzen vor. Wer dreimal 30 Minuten pro Woche Ausdauersport wie z. B. Radfahren oder Nordic Walking einplant, schützt sich vor Attacken und kann die Intensität mildern.

Zähne prüfen

Fehlbelastungen im Kiefer können Kopfschmerzen auslösen. Mit einem Besuch beim Zahnarzt lässt sich das schnell klären. Abhilfe kann eine Beißschiene für die Nacht schaffen.

Guter Schlaf

Da Schlafmangel auch ein Auslöser für Kopfschmerzen sein kann, ist es am besten, immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und wieder aufzustehen.

Entspannung lernen

Oftmals ist Stress ein Auslöser für die Schmerzattacken. Autogenes Training und pro­gressive Muskel­entspannung nach Jacobson eignen sich gut zum Stressabbau.

Regelmäßig essen

Auch Hunger beziehungsweise ein absinkender Blutzuckerspiegel kann Kopfschmerzen auslösen.

Ausreichend trinken

Wer zu wenig trinkt, fördert Kopfschmerzen. Eineinhalb bis zwei Liter am Tag helfen und beugen einem Mangel vor.

Lockere Muskeln

Manchmal sind die Ursache auch verspannte Muskeln an Nacken, Schultern und Hinterkopf. Wärmepackungen, Massagen und ein warmes Vollbad entspannen die Muskulatur.

Hilfreiche Adressen:

- Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) Hilfreiche und weiterführende Infos auf der Homepage www.dmkg.org


- Schmerzhilfe e.V. Zahlreiche Beratungsangebote,  Diskussions- und Hilfsforen für Betroffene auf www.kopfschmerzforum.de


- Migräneliga Infos und Kontakt: migraeneliga.de


- Schmerzklinik der Universität Kiel Professor Hartmut Göbel, www.schmerzklinik.de


Hier findet man auch die Namen von ca. 240 qualifizierten Kopfschmerzexperten in ganz Deutschland.




Danke für die Bereitstellung des Artikels durch

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